Der Tagesablauf zum Mitbeten – Certosa Serra San Bruno

Der stärkste Moment ist nach meinem Dafürhalten das mitternächtliche Gebet in der ansonsten dunklen Kirche. Es ist ein Beten mit Jesus: Der ist allein – in der Nacht – auf dem Berg. So beschreiben es die Evangelien häufig. Jesus hielt dieses Beten durch bis an den Abend vor seinem Tod, am Ölberg, in Getsemani. Er nahm die Jünger mit, obwohl sie immer wieder einschliefen. Er nimmt uns mit. An seinem Todestag waren es Andere, die Jesus auf den Berg verbrachten, nach Golgota, an die ‚Schädelstätte‘; und es wurde Nacht: ‚Eine große Finsternis brach herein.‘

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Als Kartäuser im (Prä-)Postulat der Certosa Serra San Bruno (VV) – ab 18/12/2021

Liebe Freunde, ganz herzlich verabschiede ich mich von Euch!

In einer Woche, am 18. Dezember 2021, werde ich eine Vorbereitungszeit im Kartäuserorden beginnen (zu meinem Berufsweg hier klicken). Ab Januar soll dann das Postulat folgen (hier klicken für den Tagesablauf). Nach drei bis neun Monaten möge sich das Noviziat von zwei Jahren anschliessen. So Gott es gewährt und die Kartause mich annimmt, darf ich dann AD 2024 meine ersten zeitlichen Gelübde (Armut, ehelose Keuschheit, Gehorsam, Stabilität in der Cella) nehmen. Diese werden – so Gott will – zwei Jahre später zu erneuern sein, um dann weitere drei Jahre später – nach insgesamt etwa 7, 5 Jahren – in die Ewigen Gelübde überzugehen.

Betet für meine Familie und meine Freunde, die Certosa Serra San Bruno, mich und meine Berufung! Vertraut Euch sehr gerne dem Gebet des Hl. Bruno und der Kartäuser von Serra San Bruno an!

Zukünftig werde ich ausschließlich per Brief oder E-mail an Dom Oliver Meik, La Certosa (oder: Certosa S. Stefano e S. Bruno), Piazzale S. Stefano, 1, I-89822 Serra San Bruno (VV), Italien, www.certosini.info, für E-mail hier klicken (der e-mail bitte eine für mich bestimmtes doc oder pdf beifügen) , zu erreichen sein. Über meine bisherigen Telefonnummern, Adressen, E-mail-Adressen, Nachrichtendienste, Websites usw. ist KEIN Kontakt mehr möglich.

Angegliedert an die Kartause ist das Museo della Certosa, https://museocertosa.org/museo/; eine Mitarbeiterin spricht DEUTSCH; dort können Andenken, Bilder des Hl. Bruno, Devotionalien und der Kartäuserlikör Chatreuse (jeune, verde, elixir) bezogen werden. Die Einnahmen kommen der Kartause zugute und helfen in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit.

Gebetsanliegen, Messintentionen (auch für Trecenarien, ‚Gregorianische Messen‘, also 30 Tage in Folge mit demselben Anliegen für einen Verstorbenen) und Spenden können nur und direkt an die Certosa Serra San Bruno gegeben werden, aber das Anschreiben kann auf Deutsch an mich adressiert sein. Vergelt’s Gott und Segen allen Gebern!

Interessenten für das Ordensleben (nicht älter als 45 Jahre) können sich unter der obigen Adresse per Brief oder E-mail an den P. Maestro (P. Novizenmeister) wenden, auf Deutsch Kroatisch, Italienisch, Französisch und Englisch. Der Konvent ist international zusammengesetzt; die Konventssprache ist italienisch.

Und ja, dort leben auch Katzen, aber es sind keine Kartäuserkatzen (… die so heißen, weil sie in der Farbe ihres Fells dem ursprünglichen Arbeitshabbit von Kartäusern entsprechen).

YouTube bietet einige Filme über die Certosa:

Websites:

Im Großen Kreuzgang der Certosa. (c) Oliver Meik

Ostergrüße – 17/02/2022

Warum haben so viele in der Kirche Angst vor dem Absterben Ihrer Institutionen?

Nichts anderes ist uns verheißen. Die Kirche besteht aufgrund göttlicher Einsetzung, genauso der Vorrang des Petrus (Primat), der Dienst der Apostel, das Priestertum des Neuen Bundes, die Sakramente und das Bekenntnis des Glaubens. Das alles bleibt. Doch die konkrete Ausgestaltung der kirchlichen Einrichtungen ist immer zeitbedingt: alte Formen sterben ab und neue werden geboren.

Ist das nicht das Geheimnis des Osterfestes, Tod und Auferstehung des Herrn und der Seinen, Seiner Kirche?

Die Christen der Gegenwart sind jeweils die, die es verstehen aus der Taufe, der Firmung, der Eucharistie, der Buße, dem Priestertum, der Ehe und der Krankensalbung zu leben, den apostolischen Glauben in der katholischen (‚weltkirchlich-univeraslen‘) Einheit zu bewahren und die dafür notwendigen Gnaden zu erbitten.

Dafür hat jeder von uns den Platz einzunehmen, an dem er nach Gottes hl. Willem heilig werden kann. Umwege sind in Kauf zu nehmen, jedenfalls meiner Erfahrung nach kaum zu vermeiden. Alles andere ist eine Geschenk des Himmels, in dem die dann vollendeteren Gerechten für immer leuchten. Sie sind die einzigen ‚Perfekten‘ in der Kirche, unsere Vorbilder, waren aber auf Erden zumeist Sünder wie wir. Gott sei Dank leuchtet uns das Licht des Evangeliums: Unser Herr Jesus Christus bewirkt stets neu unsere Umkehr – in allen Gliedern der Kirche.

Schreibt uns Pfr. Meik

Übersetzung: „‚So ist es auch mit der Auferstehung der Toten. Was gesät wird, ist verweslich, was auferweckt wird, unverweslich. Was gesät wird, ist armselig, was auferweckt wird, herrlich. Was gesät wird, ist schwach, was auferweckt wird, ist stark.‘ (1 Kor 15,42-43) Die Kartäuser von Serra San Bruno wünschen [uns] frohe Ostern.“ (c) La Certosa

Geistlicher Anspruch und gesellschaftliche Pragmatik in der Nachkriegszeit. 1945-1966 in Hamburg, Mecklenburg und Schleswig-Holstein. – Die 2. Auflage ist unterwegs.

Nachdem die erste Auflage vergriffen ist, kam es in diesen Tagen zu Lieferengpässen. Doch die 2. Auflage ist bereits bestellt und unterwegs. Mehr Informationen zu dem Buch finden sich auch hier.

I. A. für den Predigtblog.

3. Adventssonntag / Gaudete – 12/12/2021

Lesejahr C. Diesen Sonntag hatte ich die Hl. Messe vor allem mit der Litauischen Mission in der Kapelle der Sankt-Ansgar-Schule (SAS) zu Hamburg:

Der 2. ist das Original.

Es ist der vermutlich letzte Mitschnitte einer meiner Predigten. Er kommt mit einer gewissen Verspätung, denn inzwischen bin ich in der Certosa S. Stefano del Bosco wohlbehalten angekommen und in der sehr freundlichen, offenen und mitbrüderlichen Eremitengemeinschaft der Kartäuser von Serra San Bruno Willkommen geheißen worden.

Es stellte sich heraus, dass meine Hostienschale genau für die großen Hostien paßt, die hier in der Certosa Serra San Bruno speziell für die Konventsmesse gebacken werden. Und weil es bisher nur eine Patene, aber keine Schale für die Konventsmesse gab, wird meine Hostienschale jetzt dort verwendet. Das freut mich sehr. Sollte das Trinken aus dem Kelch in die Konventsmesse zurückkehren dürfen, wäre mein Kelch ebenfalls ausreichen groß, benutz wird er schon hin und wieder.

Der Silber- und Goldschmidt Gräendorf in Osnabrück schuf beide Geräte 2003 zu meiner Priesterweihe nach meinen Entwürfen. Sie sind ein Geschenk meiner Heimatgemeinde, Heilig Geist, Hamburg-Farmsen, mit deren damaligen Pfarrer †P. Karl Schmickler SAC. Jetzt scheint es mir so, als hätte ich beides damals auch für die Verwendung in der Kartause von Serra San Bruno entworfen – jedenfalls bewegte mich die Idee einer feiernden Gemeinschaft … so fühlt sich wohl ‚Heimkommen‘ an.

Zum Altare Gottes will ich treten! – Ein Bild aus meiner Ersten Heiligen Messe am 7. Juni 2003 in Heilig Geist, Hamburg-Farmsen.

2. Adventssonntag – 05/12/2021

Lesejahr C. Impuls aus Hamburg:

Am Furka-Pass bei Realp (c) Oliver Meik

Buchvorstellung Dissertation: Geistlicher Anspruch und gesellschaftliche Pragmatik. 1945-1966 in Hamburg, Mecklenburg und Schleswig-Holstein.

Schon in der nächsten Woche, am Donnerstag, den 9. Dezember 2021, um 18:00 Uhr (Dauer ca. 45 Min.), in der Katholischen Akademie Hamburg, Herrengraben 4, 20459 Hamburg, werden wir die Veröffentlichung meiner Dissertation zum Doktor der Philosophie vorstellen. Anschliessend besteht um 19:00 Uhr die Möglichkeit zur Mitfeiern der Hl. Messe nebenan im Kleinen Michel, St. Ansgar, Michaelisstr. 5, 20459 Hamburg. Die Veranstaltung wird hybrid: Vor Ort gilt 2G+ (Vorschriften des Erzbistums Hamburg). Parallel live oder später in der Aufzeichnung kann aber über die Seite des Vereins für Katholische Kirchengeschichte in Hamburg und Schleswig-Holstein von jedem Ort aus alles mitverfolgt werden.

Die Buchpräsentationen bietet Einführungen durch meinen Doktorvater Prof. em. Dr Hans-Ulrich Thamer (Neuere und Neuste Geschichte WWU, Münster) und dem Zweitgutachter und Mitbegleiter Prof. Dr. Thomas Großbölting (Neuere Geschichte/ Zeitgeschichte Uni Hamburg und Forschungsstelle für Zeitgeschichte, Hamburg, vorher Neuere und Neuste Geschichte WWU), mir und eine kurze Fragerunde. Wie die Publikation selbst steht die Veranstaltung unter den Auspizien des Vereins für Katholische Kirchengeschichte in Hamburg und Schleswig-Holstein, dem ich dafür sehr herzlich danke! Besonders Dr. Martin Schröter hat sich außerordentlich dafür eingesetzt, dies alles in kürzester zeit zu realisieren.

Das Buch kann über den Verein für Katholische Kirchengeschichte in Hamburg und Schleswig-Holstein, den Matthiesen-Verlag in der Verlagsgruppe Husum oder den Buchhandel bezogen werden:

Geistlicher Anspruch und gesellschaftliche Pragmatik in der Nachkriegszeit. (1945-1966). Die Osnabrücker Bistumsleitung für die römisch-katholischen Minderheiten Hamburgs, Mecklenburgs und Schleswig-Holsteins. Diss. Uni. Münster. Husum 2021. (=Nordalbingensia sacra 15)

„Oliver Meik zeichnet in seiner umfangreichen Dissertation ein farbiges Bild der katholischen Minderheit in Norddeutschland vom Ende des Nationalsozialismus bis in die Mitte der 1960er Jahre aus dem Blickwinkel ihrer Bischöfe und Ordinarien. Die Zeit war geprägt durch gesellschaftliche Umbrüche. Durch Flucht und Vertreibung wuchs die Zahl der Katholiken erheblich. Binnenmigration brachte in Mecklenburg (DDR) Abbrüche und in den Großstädten, v. a. in Hamburg, Zuwächse. Das religiöse Feld der Katholiken schrumpfte infolge des sozialen und kulturellen Wandels. Das Bistum Osnabrück war zudem auch selbst von der sich vertiefenden deutschen Teilung unmittelbar betroffen. Im mecklenburgischen Teil entwickelte sich ein besonderes katholisches Profil. 

Meik legt seinen Fokus auf die Bischöfe, die Ordinarien. Grundlage seiner Forschungen sind dabei die Zustandsberichte, welche die Osnabrücker Bischöfe alle fünf Jahre dem Papst vorlegen mussten. Sie sind für den Verfasser in Quelle, in kritischer Distanz die Selbstwahrnehmung und Selbstbeschreibung der Bistumsleitung auszuloten. Sich selbst reflektierten die Bischöfe kaum. Dabei waren sie ‚Produkt’ und ‚Promotor’ fundamentaler gesellschaftlicher Wandlungsprozesse. Sie blieben traditionellen Sprech- und Denkmustern verhaftet und konzentrierten sich auf den institutionellen Selbsterhalt. Den wollten sie materiell absichern über den Kirchenbau, über die Professionalisierung der kirchlichen Mitarbeiter und über Sozialleistungen und Fürsorge, aber auch über die Schulpolitik. Das beschriebene Spannungsverhältnis wirkt über den Untersuchungszeitraum hinaus. Es bietet Raum für weiteres Nachdenken.

Oliver Meik stammt aus Hamburg. Er hat als katholischer Geistlicher diese Arbeit im Instrumentarium der (profanen) Geschichtswissenschaft (bei Hans-Ulrich Thamer und Thomas Großbölting) verortet. Seine Print-Veröffentlichung ist die fundamentaltheologische Diplomarbeit (Jürgen Werbick): „‚Lola rennt’ – aber wohin?“ über den Film von Tom Tykwer.“

1. Adventssonntag – 28/11/21

Lesejahr C. Mitschnitt aus der Vorabendmesse in Heilig Geist zu Farmsen:

Mitschnitt aus der Hl. Messe in St. Ansgar zu Niendorf:

(c) Oliver Meik

33. Sonntag im Jahreskreis – 14/11/21

Lesejahr B. Mitschnitte aus der Vorabendmesse in Herz Jesu zu Lübtheen und aus der Hl. Messe in St. Helena und St. Andreas zu Ludwigslust:

Blick auf die Kirche Maria Geburt, Tschengls im Vinschgau, Südtirol (c) Oliver Meik

32. Sonntag im Jahreskreis – 07/11/21

Lesejahr B. Mitschnitt aus der Vorabendmesse in Heilig Kreuz zu Boizenburg:

Hab Vertrauen in den Herrn (c) Oliver Meik