Aktuell: Papst auf Malta

Andere Länder, andere Wahrnehmungen:

Rom (kath.net, 20.04.2010) Der italienische Vaticanista Andrea Tornielli hat in der Montagsausgabe der Zeitung „Il giornale“ mit Joseph Magro, einem Missbrauchopfer gesprochen. Magro gehörte zu den acht Missbrauchsopfern, die am Sonntag mit Papst Benedikt sprechen durften. Magro erzählte dabei, dass alle Teilnehmer bei der Begegnung geweint hatten. „Auch der Papst hat geweint“, erzählt er bewegt. Nach einem Missbrauch durch einen katholischen Priester hatte Magro lange kein Vertrauen mehr in die Priester. „Jetzt, nach dieser bewegenden Erfahrung, die ich machen durfte, habe ich wieder begonnen, zu hoffen. Ihr in Italien habt einen Heiligen. Verstanden? Ihr habt einen Heiligen!“

Magro war beeindruckt von der Begegnung mit dem Papst, weil er sah, dass der Papst selber einen so großen Schmerz verspürte. „Man sah, dass er zusammen mit mir litt. Ich wollte ihn nicht leiden lassen, ich habe ihm die von mir erlittenen Missbräuche nicht erzählt. Er aber hat zusammen mit mir geweint, obwohl er keine Schuld an dem hat, was mir zugestoßen ist.“ Das Missbrauchsopfer erklärte auch, dass er dank dieser Begegnung endlich etwas Frieden gefunden hätte. „Er hat mir einen Rosenkranz geschenkt. Diesen trage ich nun um den Hals.“

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