23. Sonntag im Jahreskreis – 10/09/2017

Glaubenszeugnis zweier jugendlicher Teilnehmer von der Fahrt nach João Pessoa, Paraiba, Brasilien, aus dem Hochamt in der Pfarrkirche Christus König zu Husum:

Mitschnitt der Sonntagspredigt aus der hl. Messe in St. Knud auf Nordstrand:

Nach einer Zeit „offline“ verursacht durch die Teilnahme an einer wunderschönen Priesterweihe in Messina, Sizilien, muss ich mich sehr für die Verspätung entschuldigen und für die Geduld bedanken!

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One Response to 23. Sonntag im Jahreskreis – 10/09/2017

  1. Geerthe sagt:

    Eine Umarmung zu jemanden, der eigentlich ganz weit weg von mir ist. Nicht nur , daß er tausenden km von meiner Lebensweise entfernt lebt, er eine andere Sprache
    spricht, er ist weit von mir entfernt, weil ich nichts von ihm weiß, was mich veranlassen könnten, ihn in eine Schublade einzuordnen. Ich sehe ihn , ich treffe ihn und
    wir begegnen einander. Kaum sonst kann ich den Herzschag eines anderen so nahe sein. Gehe ich in mich und spüre ich meinen eigenen Herzschlag ? Wann tat ich das
    zum letzen mal? Es wurde mir vielleicht genau in dem Moment bewußt, als ich den anderen an mein Herz drückte, oder war nur mein Ohr in der Höhe seines Bauchnabels , oder
    konnte ich mein Kinn auf seinen Scheitel legen ? Konnte ich fühlen, wie fest er mich drückt, eher sanft und zart mit etwas Aufregung? Konnte ich seinen Duft vergleichen ?
    Eine Berührung , eine Umarmung sagt mir etwas von einem Menschen. Über das Fühlen komme ich diesem Menschen näher. Ich brauche nicht seine Daten, von Beruf , Größe und
    Famiienstand um ihn einordnen zu können. Ich betrete eine andere Ebene. Weg vom Denken allein, rein ins Fühlen.
    Wie fühle ich mich , was lasse ich an Gefühlen zu? Wann vernebel ich meine Gefühe , aus der Angst heraus in sie einzutauchen ? Liebe deinen Nächsten , wie dich selbst.
    Das bedarf Eigenliebe.

    Ohne Selbstliebe schulde ich dem anderen die Liebe .Die Liebe liebt es in einem Körper zu wohnen der lebt, der atment,der empfindet, der durfte, der fühlt ,
    der spürt , der lauscht ,
    sich NICHT an Alkohol berauscht .
    Die Empfindungen einer
    Geburt voll in sich aufzunehmen , all das kann für mich ein Platz voll Liebe sein . Der Mut dieses zuzulassen ist rar geworden.
    Wir möchten Sicherheit und tauschen sie ein für unsere Gefühle. Lasse ich mich auf meine Empfindungen ein, dann betrete ich Neuland, dann verlasse ich das Alte ,
    das Gewohnte. Dann klopft das Unbekannte an meine Tür und ich verliehre die Kontrolle. Es bricht Chaos in mir aus. Sicherheit – Kontrolle können damit nicht eins sein.
    Und dann bin ich aus der Mitte heraus. Warum nicht? Dann kann etwas anderes entstehen.Das Zeichen des Kreuzes steht für mich auch als Symbol für das Wachstum in der
    Vertikalen und der Horizontalen. Eine Ebene allein ist Jesus lange nicht genug! Ich kann nicht von Gott in der Vergangenheit oder der Zukunft sprechen.Ich kann nicht
    sagen : “ Gott war“ , und auch nicht : “ Gott wird sein“. Wir können von Gott nur sprechen in der Gegenwart : “ Gott ist „. Er ist immer neu da und er findet mich ,
    auch wenn ich aus der Mitte bin.