22. Sonntag im Jahreskreis – 03/09/2017

Lesejahr A. Mitschnitt der Predigt von Pastor Noel-Hendrik Klentze im Hochamt von St- Ulrich zu St. Peter-Ording. Anlass war auch das Pfarrfest der Pfarrei St. Knud zu „60 Jahre St. Ulrich in St. Peter-Ording“:

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One Response to 22. Sonntag im Jahreskreis – 03/09/2017

  1. Geerthe sagt:

    zu 11:58 die eigenen Wünschen verlassen.

    Kann ich so mir nichts , dir nichts meine Wünsche verlassen? Woher kommen meine Wünsche ? Und wenn sie noch so fromm sind, wieso sind sie da ? Möchten wir nicht alle , wie bei 7:53 selbst Liebe geben können und Geborgenheit finden können und Gerechtigkeit leben und Frieden finden? Und das auf der ganzen Welt !

    Ich begehre etwas, weil ich es nicht habe. Ich wünsche mir Dinge, weil ich meine , ich würde zufriedener, wenn ich sie hätte . Aus meiner Unzufriedenheit entstehen Wünschen. Wünsche sind ein Produkt meiner Unzufriedenheit. Wie kann ich Zufriedenheit erlangen?

    Wenn ein Vater zwei Töchter hat und sie beide quält nur der eine Gedanke, wen von ihnen liebt der Vater mehr ? Und sie gehen zu dem Vater und fragen ihn. Er antwortet : ich liebe jede von euch mehr als die andere.

    Die Gesellschaft , die Gemeinschaft, die Kirche wir alle brauchen die Liebe. Ohne die Liebe können wir nicht sein. Wir werden unzufrieden. Ein Mensch der voller Angst ist ,kann nicht lieben. Er lebt an der untersten Grenze seines Potenzials. Liebe braucht die Bereitschaft sich zu öffnen . Ich lege dem anderen keine Hindernisse in den Weg, ich halte den Zugang offen, ohne Riegel oder Türen. Das braucht Mut . Mut dem anderen zu begegnen. Ihn in das eigene Innerste zu lassen. Sich verletztlich zu zeigen. Für spontane Begegnungen offen zu sein auf einem 60. Jubiläum ; nicht nur ein Mitläufer aus der Tratition heraus .

    Wer Angst davor hat , in Liebe zu leben , bleibt kindisch und unreif. Das Feuer der Liebe verleiht Reife.Die Liebe ist das Allernatürlichste und doch so schwer. Hass ist so einfach geworden.

    Ich kann nicht feiern in der Hoffnung wie bei 7:17 . Dann ist es eine abgeknickte Hoffnung , wie Ruggiero Leoncavallo sie am Ende des 1. Aktes seiner Oper Bajazzo nennt. Die Hoffnung liegt in der Zukunft ; das Fest ist jetzt! beides geht nicht zusammen.

    Aus dem Schoß des Heute wird das Morgen geboren und ich nehme mir vor , mich meiner Angst zu stellen und ihr zu begegnen. Den Mut aus meinem Rücksack zu lassen und trotz der Angst mit ihm meine eigene Persönlichkeit zu entwickeln, an den Vorstellungen der Gesellschaft vorbei. In dem Wesenskern, den Gott für mich erschaffen hat , denn ich bin einzigartig und keiner braucht sich aus Angst davor zu verstecken und ohne Liebe zu leben. Meine Wünsche verflüchtigen sich und der Wille Gottes ist an der Zufriedenheit dieses Menschen der liebt und geliebt wird zu erkennen. Der Mensch der liebt, läßt sich nicht manipulieren. Man kann ihn nicht in den Krieg schicken , denn er ist glücklich und will keinem anderen fremden Menschen töten, der auch glücklich ist , weil sie keinen Streit haben. Das schmeckt nach Frieden für die Welt bei mir !