Katholische Schulen in Hamburg – AD 2018

Ich bin im Hamburger Marienkrankenhaus geboren.

Fast alle meine Onkel und Tanten waren auf katholischen Schulen in Hamburg. Mit vielen guten und einigen schlechten Erfahrungen. Normal.

Mein Vater lernte auf der Sankt-Ansgar-Schule.

Mein Mutter war auf Lämmersieth, heute Franz-von-Assisi-Schule.

Ohne diese Schulen hätten meine Eltern sich wahrscheinlich nie kennengelernt.

Meine Brüder und ich gingen erst zur Katholischen Schule Farmsen. Dann absolvierten wir die Sankt-Ansgar-Schule.

Das Netzwerk der Schulen beschenkte uns mit Freunden für‘s Leben. Meine Brüder fanden darüber Ihre Ehefrauen; meine Liebe zur Kirche fand einen geschützen Entfaltunsraum. Dabei halfen mir besonders Besinnungstage, Schulgottesdienste, halbjährliche Beichtangenote, die Begegnung mit Priestern und Lehrern. Ich bin allen, die sich für meine Familie und mich eingesetzt haben, unendlich dankbar.

Jetzt besteht der Wunsch, meinen Neffen eine katholische Schulbildung zu ermöglichen. Es wäre schön. Leider sieht es danach nicht mehr aus. Die staatlichen Schulen in ihrer Gegend bieten nicht einmal katholischen Religionsunterricht an. Die Schließung katholischer Schulen in Hamburg trifft in die Mitte der Gemeinde. Wie können wir anfangen in Einheit mit unserem Erzbischof gemeinsam einen Zukunftsplan für die katholischen Kinder Hamburgs zu entwickeln? Sie sollen nicht unter den Fehlern verflossener Generationen leiden müssen.

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