Ein schwerer Abschied von der Küste und ein neuer Aufbruch – 27/05/2018

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Liebe Mitchristen in unserem Pastoralen Raum Nordfriesland,

mir ist heute das Herz sehr schwer, weil für Sie und mich eine größere Veränderung ansteht. 

Unser H. H. Erzbischof Stefan Heße hat mich durch seinen Personalreferenten gebeten, zum Jahresende eine neue Pfarrei zu übernehmen. Dass er mich dafür vorsieht, erfahre ich als großen Vertrauensbeweis. 

Ich fühle umgekehrt, dass es zu früh ist, Nordfriesland zu verlassen. Besser wäre es, wenn ich zumindest bis zum Abschluss des Prozesses zum Pastoralen Raum hier bleiben könnte. Zugleich verstehe ich, dass das Erzbistum angesichts der wenigen verfügbaren Pfarrer seine Prioritäten setzen muss.

Ich habe darum gebeten, vor dem Antritt der neuen Einsatzstelle die Promotion abschließen zu können, mit der ich beauftragt bin und die ich die letzten Jahre zugunsten der Pastoralen Arbeit zurückgefahren habe. 

Darum werde ich bereits zum 30. Juni 2018 von meinen drei Pfarrstellen in Nordfriesland entpflichtet werden. Ich plane, meine letzte Heilige Messe hier bei Ihnen am 1. Juli 2018 um 10:00 /(!) Uhr in Husum zu feiern. Es ist der bereits geplante Radiogottesdienst. 

Ich würde mich sehr freuen, wenn viele von Ihnen es ermöglichen könnten, mit dabei zu sein. 

Ich weiß, dass dies für Sie überraschend kommt. Aber Priester sind Männer im Gehorsam. Ich bin ohne zu zögern auf jede meiner Kaplanstellen und nach Nordfriesland gegangen. Am ersten Juni werde ich fünfeinhalb Jahre in Husum sein. Eine nur kurze Zeit lang durfte ich diese wunderbare Landschaft mit so vielen engagierten Christen begleiten. Jetzt gehe ich ohne zu zögern. Gott ist es, der für uns vorsieht. Ich bitte Sie alle, meine Sünden, Fehler und Schwächen zu vergeben. Vor allem aber bitte ich ganz herzlich um Ihr Gebet, ohne das wir nichts vermögen. Gott lasse wachsen, was ich aussähen durfte! 

Ich bin froh, über die reiche Ernte, die ich einzubringen hatte. Mit Gottes Hilfe haben wir viel erreicht in den letzten Jahren; mehr als ich für möglich gehalten habe. 

Vielen herzlichen Dank sage ich Ihnen allen! Nehmt meinen Nachfolger noch besser an als mich. Seht ihm seine Fehler nach und freut Euch an seinem Einsatz. Sammelt und motiviert Euch im Glauben der Kirche. Gott schenke ihm und Euch viel Kraft. 

„Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber ließ wachsen.“ (1 Kor 3,6) 

Mein Jesus, Barmherzigkeit! 

– Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt den Namen meines Nachfolgers oder meiner zukünftigen Pfarrei noch nicht nennen kann. Es wird in Nordfriesland dieses Mal keine längere Pfarrvakanz geben. Ich informiere Sie sobald wie möglich.

Herzliche Grüße

Oliver Meik, Pfr. von St. Knud zu Husum, Pfr.admin. von St. Gertrud zu Niebüll und St. Christophorus zu Westerland auf Sylt.

4 Responses to Ein schwerer Abschied von der Küste und ein neuer Aufbruch – 27/05/2018

  1. Geerthe sagt:

    Das Schaf bleibt gehorsam in der Herde.
    Dort genießt es den Schutz.
    Der Löwe lebt allein ,geht zur Wasserstelle und sieht im Spiegelbild des Wassers seine Persönlichkeit ,die im aufgedrückt wurde.Er kann sie abschütteln und seine Individualität ,die er in Gottes Schöpfung empfing , entfalten lassen.

  2. Ezyklopedicus sagt:

    „Im Gegensatz zu den übrigen, eher einzelgängerischen Großkatzen leben Löwen im Rudel. Ein solches Rudel besteht vor allem aus untereinander verwandten Weibchen und deren Nachkommen, die von einer „Koalition“ aus einigen ausgewachsenen Männchen verteidigt werden.“ -> https://de.m.wikipedia.org/wiki/Löwe

  3. Marianne Lang sagt:

    Lieber Pfr. Meik – eben dieses gelesen. Gott befohlen. Der Ur-Schmerz des Menschseins ist sowieso immer da. Im positivenm Sinne gemeint. Vor meine inneren Augen hat sich bis jetzt die höchste Gottes Gnade vom 2.2.2015 sternenklar gehalten Daran halte ich mich weiterhin. Selig sind die Trauernde. Und selig sind wohl die, die sich nach der Liebe Christi, die nicht von dieser Welt ist, aber die subtil auf dieser Welt sich erahnen lässt, sehnen. Katholisch verbleibe ich deshalb, weil ich an das Zölibat glaube, an die keusche, lithurgische, eucharistische Liebe. Mit Hingabe an die Gnade Christi, die behütet werden will. – M. Lang

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  4. pfarrermeik sagt:

    Liebe Frau Lang, ich danke Ihnen herzlich für Ihre Gebete.
    Ich bin sehr froh, dass Sie so treu mit uns beten – und ahne nur, welche Schwierigkeiten Ihnen manchmal bereitet sind. Die stillen Beter bewirken oftmals mehr als die allezeit Aktiven. Gott halte Sie in seiner erlösenden Liebe und trage Sie weiter. Danken wir Gott für die große Gnade des Zölibats. Danken wir noch mehr für das untergleiche Geschenk der hl. Messe / der Eucharistie.
    Gott befohlen!
    Ihr Pfr. Meik.