Erste Fastenpredigt in der Propstei St. Anna, Schwerin, AD 2020 – 08/03/2020

Lesung: Lukas 4, 31-37. Die Fastenpredigt zu „Macht und Vollmacht Christi“ in der Reihe der Propstei St. Anna zu Schwerin AD 2020:

Dazu experimentell ein Mitschnitt der gesamten Fastenandacht zum Mitbeten in ‚Zeiten des Virus‘, aber in gemischter Qualität:

Das Bildnis des Sel. Niels Stensen im Fenster links vor dem Altar von St.Anna in Schwerin. (c) Oliver Meik

One Response to Erste Fastenpredigt in der Propstei St. Anna, Schwerin, AD 2020 – 08/03/2020

  1. Ich bin sehr dankbar, dass Sie die Pharisäer einreihen in die gebildeten Nachfolger des rabbinischen Judentums. Zumal durch den Ehrentitel Rabbi Jesus deutlich wird, dass er selbst Pharisäer war. Unter seinen Rabbiner-Kollegen war er sehr anerkannt, sonst hätte man ihn nicht so tituliert. Dagegen waren die Priester Sadduzäer, die nur dem Buchstaben der Opfervorschriften folgten und kein Interesse an der Auslegung der Tora, der Weisung, hatten. Sie glaubten weder an Engel noch an die Auferstehung, aber sie unterstützten die römischen Besatzer.
    Jesus hatte sicher eine beeindruckende Autorität, aber nicht, weil er Neues verkündete, sondern weil er deutlich die Tora lehren und somit aufrichten konnte, was das Wort vom Erfüllen der Tora wirklich bedeutet. Kein Tüttelchen und kein Jota der Tora soll ungültig werden.
    Wie mein Schwiegervater Pinchas Lapide klarstellte, gibt es nichts Neues im Neuen Testament, denn selbst der Name kommt schon in den Propheten vor und bedeutet aus dem Hebräischen übersetzt: erneuerter Bund, denn oft erneuerte Gott bereits in der Tora seinen Bund mit dem halsstarrigen, aber geliebten Volk.
    Ich glaube, dass unsere gerade so bedrohliche Zeit eine Rückrufaktion zu Gott ist, und dass die Kirchen sich auf ihre jüdischen Wurzeln einlassen müssen, damit die Botschaft an Glaubwürdigkeit gewinnt und damit Seelen gewinnt.
    Unser aller Gott segne Sie und Ihren Dienst.

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