5. Sonntag der Osterzeit – 10/05/2020

10. Mai 2020

Lesejahr A. Mitschnitt aus der Heiligen Messe bei St. Elisabeth in Hagenow:

Die heilige Elisabeth, Patron der Kirche in Hagenow, in einem Fensterbild der Propstei St. Anna, Schwerin. (c) Oliver Meik

Palmsonntag – 05/04/2020

5. April 2020

Lesejahr A. Eine improvisierte Studioaufnahme aus Hamburg mit einem Wort zur Matthäuspassion:

Übrigens gibt es die Lesungen einschließlich der Passion als „Ostern für die Ohren“ auf der Seite von Maria Grün zum Hören. 

Alle, die Sehnsucht nach den Sakramenten haben, aber sie zur Zeit nicht empfangen können, schließe ich wie versprochen in die tägliche Heilige Messe mit ein. Besonders gedenke ich derjenigen, die mich darum ausdrücklich gebeten haben. So habe ich es heute getan, und das gilt auch in dieser ganzen Woche und der kommenden Zeit. 

Wer den Wunsch hat, ein besonderes Anliegen in die hl. Messe einzubringen (Messintention), kann gerne das Kontaktformular benutzen.

Der Erzbischof hat klar gestellt: 

„Die ordentliche Form für den Empfang des Bußsakraments ist die Einzelbeichte, die unter Beachtung der Schutzvorschriften zur Vermeidung einer Ansteckung weiterhin gespendet werden kann.“

Das Sakrament der Versöhnung/Bußsakrament unter den derzeitigen Bedingungen von SARS-CoV-2. Information vonErzbischof Dr. Stefan Heße, 3. April 2020.

Falls Sie eine Sehnsucht im sakramentalen oder geistlichen Bereich formulieren möchten, ist der richtige Ort dafür immer die Gemeinde und hier nur ein zusätzliches Kontaktangebot angesichts der gegenwärtigen Schwierigkeiten.

Eine Blüte in ‚Passionsfarben‘ auf Sizilien. (c) Beim Photographen

III. Was ist denn das: Kann ich am Telefon beichten?

3. April 2020

Nein. Das geht nicht, meine ich.

Jesus vergibt die Sünden. Nach den Evangelien begegneten ihm Menschen, denen er die Vergebung zusprach (bspw. ein Gelähmter, eine Ehebrecherin, der ‚gute‘ Dieb am Kreuz, vgl. den Sinn des Gleichnisses vom verlorenen Sohn und dem barmherzigen Vater). Eine körperliche Berührung war für die Vergebung der Sünden offensichtlich nicht notwenig. Doch es waren stets beide anwesend: Jesus und der bußfertige Sünder.

Zur Form der Sakramente gehören persönliche Begegnungen.* Zur Begegnung von zwei Personen gehört deren Präsenz an demselben Ort. Das Zweite Vatikanische Konzil hat betont, dass die gemeinschaftliche und liturgische Feier der Sakramente vorzuziehen ist.

Die neue Ordnung für das Sakrament der Versöhnung betont sowohl bei der Einzelbeichte als auch bei der gemeinschaftlichen Feier mit Einzelbekenntnissen und Einzellossprechungen die liturgische Form. Genauso ist es auch bei der Feier der Kranken- oder Sterbesakramente vorgesehen. Wenn es nicht anders möglich ist, kann im äußersten Notall (unmittelbare Todesgefahr) die Form der Beichte auf die Absolution, die Zusage der Vergebung gekürzt werden. Es bleibt aber der Charakter einer persönlichen Begegnung notwendig erhalten: Der Beichtvater spricht über einem bei ihm zugegenen reumütigen Gläubigen die Worte der Vergebung – selbst dann, wenn der Beichtende nicht mehr die Möglichkeit hat, sein Bekenntnis und seine Reue in Worte zu fassen.

„Gott gewährt dem Sünder, der durch das sakramentale Sündenbekenntnis vor dem Diener der Kirche seine Bekehrung zum Ausdruck bringt, Verzeihung durch das Zeichen der Lossprechung. So wird das Bußsakrament vollendet. Denn nach der göttlichen Ordnung des Heils, in der die Güte und Menschenliebe Gottes, unseres Retters, erschienen ist (Tit 3, 4f.), will uns Gott durch sichtbare Zeichen das Heil mitteilen und seinen Bund mit uns erneuern.“ (Die Feier der Buße, Nr. 6. d))

Sakramente sind gegenwärtige Zeichen des persönlichen Heils. Sie sind nicht identisch mit den Rechtsakten oder Funktionshandlungen, die aus ihnen hervorgehen oder mit ihnen verbunden sind. Dass ein Priester im äußersten Notfall (unmittelbare Todesgefahr) versuchen mag, auch noch unter der Zuhilfenahme eines Telefons bedingungsweise eine sakramentale Vergebung zu ermöglichen, zeichnet ihn und seinen Glauben aus. Gottes Barmherzigkeit verpflichtet uns alle, für die Rettung eines Sünders bis an die äußersten Grenzen des uns Möglichen zu gehen. Der Priester entscheidet im Einzelfall, was „unter Wahrung der kanonischen Billigkeit und das Heil der Seelen vor Augen, das in der Kirche immer das oberste Gesetz sein muß“ (CIC 1983 Can. 1752), angemessen ist. Und er verantwortet es am Ende allein vor Gott, mittelbar aber auch gegenüber den kirchlichen Oberen und den weltlichen Autoritäten.

Wie das Rituale sieht auch das Kirchenrecht EINEN Ort für die hl. Beichte vor. (CIC 1983 Can. 964) Es ist der Beichtstuhl in der Kirche, außerhalb dessen „Beichten nur aus gerechtem Grund entgegen genommen werden.“ (Ebd. § 3) Der CIC sieht nicht zwei Orte vor, einen für den Beichtiger und einen für den Pönitenten (Beichtenden), sondern nur EINEN gemeinsamen Ort für beide.

Die Apostolische Pönitenziarie hielt 2002 fest: „Der Gebrauch technischer Mittel (Fax, Internet, e-mail usw.) …“ ist bei der Spendung des Bußsakramentes nicht zuzulassen. Es könnte sonst dazu kommen, dass „die konstitutiven oder wesentlichen Elemente des Bußsakramentes (Sakramentalität, physische Unmittelbarkeit der Subjekte [immediatezza fisica dei soggetti], Dialog, auch psychologische Folgewirkung)“ verletzt werden.

Die physische Unmittelbarkeit ist als ein Wesenselement des Bußsakramentes bezeichnet. Sie ist bei einem Telefonat, selbst per Skype usw., offensichtlich nicht gegeben. Niemand wird normalerweise sagen wollen, dass beide Enden des Telefonats an demselben Ort sind. Das Telefon verbindet in der Regel Menschen an verschieden Orten. Das macht Skype usw. für uns so nützlich, wenn wir zu Hause bleiben sollen. Wenn nicht eine „physische Unmittelbarkeit“ auf andere Weise entsteht, kann nur durch eine Stimmen- oder Bildübermittlung offensichtlich keine sakramentale Sündenvergebung erreicht werden. Ein Priester wäre gut beraten, es auch nicht zu versprechen.

Braucht es einen Priester zur Vergebung der Sünden im extremen Notfall?

Nein. Das braucht es nicht. Denn die Sünden vergibt Gott um der Reue willen. Die braucht es immer. Sakramente enthalten keine ‚Magie‘. Sie sind ein Gottesdienst, eine gebetete Heilszusage Gottes. Wer kann, soll beichten. Wer wegen erheblicher Hindernisse nicht zu einem Priester kommen kann, darf es sich vornehmen erst dann, falls es ihm wieder möglich sein sollte, alles zu beichten. Wenn er die Sehnsucht nach dem Sakrament hat, wird ihm sicher auch dann vergeben, falls er vor seinem Tode keinen Priester mehr erreichen kann. Ein Priester per Telefon oder ein umstehender Freund oder Verwandter könnten dabei helfen, die Sünden möglichst vollkommen zu bereuen. Auch wegen der Abhörgefahr soll aber ein Sündenbekenntnis am Telefon nicht erfolgen oder kann sogar weitgehend untersagt sein (Schutz des Beichtgeheimnisses).

Unmögliches wird von niemandem verlangt. Gott ist barmherzig. Nach der Zusage der Evangelien interessiert er sich in erster Linie für unsere persönliche Bekehrung. Die Sakramente dürfen uns das zusagen. Formalien sollen uns dabei helfen. Zur Not in extremis geht es aber auch ohne. Dank sei Gott!

(Kontakt für priesterliche Dienste / to contact for priestly services / contattare per servici presbiterali)

Der barmherzige Jesus im Sakrament und im Ursprungsbild nach der Vision der Schwester Faustina von Eugeniusz Kazimirowski, Heiligtum der Göttlichen Barmherzigkeit, Vilnius. (c) Beim Photographen

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*Bei der Ehe gibt es die Möglichkeit eines Stellvertreters, weil sie durch den Konsens der Brautleute geschlossen wird. Der Konsens selbst wird aber vor Ort erfragt und abgegeben. Die Ehe kommt an einem Ort zustande. Die Kommunion kann durch jemand anderen als den Spender überbracht werden. Trotzdem feierte jemand, der nicht im Gottesdienst wäre, die Eucharistie nicht mit; er empfinge die Kommunion, ohne an der Heiligen Messe teilzunehmen. Beides ist für die hl. Beichte nicht vorstellbar; deren Voraussetzung ist das aktuelle Bekenntnis eines Reumütigen und die gegenwärtige Zusprechung der Versöhnung durch einen Priester:

„Danach bringt der Gläubige, der gebeichtet hat, seine Reue und seinen Vorsatz durch ein Gebet zum Ausdruck, in dem er Gott, den Vater, um Verzeihung bittet. Es sollte ein Gebet sein, das sich auf Texte der Heiligen Schrift stützt.

Nach diesem Gebet streckt der Priester seine Hände – oder wenigstens die Rechte – über das Haupt des Gläubigen aus und spricht die Absolution, deren wesentliche Worte lauten:

ICH SPRECHE DICH LOS VON DEINEN SUNDEN IM NAMEN DES VATERS UND DES SOHNES UND DES HEILIGEN GEISTES.

Während der Priester diese Worte spricht, macht er das Kreuzzeichen über den Gläubigen. Die Absolutionsworte … weisen darauf hin, daß die Versöhnung von Gott, dem barmherzigen Vater, ausgeht; sie zeigen den Zusammenhang der Versöhnung des Sünders mit dem Tod und der Auferstehung Christi auf; sie heben das Wirken des Heiligen Geistes bei der Vergebung der Sünden hervor; sie rücken schließlich auch den kirchlichen Charakter des Sakramentes ins Licht, insofern die Versöhnung mit Gott durch den Dienst der Kirche erbeten und gewährt wird.“ (Die Feier der Buße, Nr. 19)

  • Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil. Vor allem: „Lumen Gentium“ Nr. 26: AAS 57 (1965) u. „Sacrosanctum Concilium“ Nr. 7: AAS 56 (1964)
  • Vgl. Die Feier der Buße nach dem neuen Rituale Romanum. Studienausgabe. Hgg. von den Liturgischen Instituten Salzburg, Trier und Zürich. Einsiedeln u. a. 1974.
  • Vgl. Die Feier der Krankensakramente. Hgg. im Auftrag der Bischofskonferenzen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, sowie der (Erz-)Bischöfe von Bozen-Brixen, Lüttich, Luxemburg und Straßburg. Freiburg u. a. 2. Aufl. 1999.
  • Codex Iuris Canonici (CIC) 1983 Cann. 959-991.1752.
  • Penitenzieria Apostolica: Lettera circolare riguardante la non ammissibilità dei moderni mezzi di comunicazione nei ricorsi riguardanti materie tutelate dal sigillo sacramentale. 23. Oktober 2002. Prot. N. 500/02. In: Enchiridion Vaticanum 21, S. 930)

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Dies ist die Fortsetzung der kleinen Serie zu verschieden Fragen, die mich erreichten. Bisher erschienen:


3. Sonntag der Fastenzeit – 15/03/2020

15. März 2020

Lesejahr A. Eine improvisierte Studioaufnahme aus Hamburg gibt verschiedene Impulse zum Fastensonntag:

Ein Bild aus der Krypta des St. Mariendoms zu Hamburg: Zentral in der Mitte wird eine Kreuzesreliquie aufbewahrt. Es stehen zur Linken Maria und zur Rechten Johannes, die im Liebestod Jesu das Wasser des Lebens empfangen. Jesus, der den Willen des Vaters ganz erfüllt, starb stellvertretend für uns am Kreuz auf einem Berg bei Jerusalem. Das war der Ort des Tempels: „… denn das Heil kommt von den Juden.“ (Joh 4, 22) (c) Oliver Meik

7. Sonntag im Jahreskreis – 23/02/2019

26. Februar 2020

Lesejahr A. Zusammenschnitt aus der Hl. Messe in St. Bonifatius, Hamburg-Wilhelmsburg, zum einen der Predigt und des Glaubensbekenntnisses und zum anderen einer Überleitung zur Gabenbereitung:

„Der sich sterbend zum Siegespreis, / der Bräutigam gründete die Kirche.“ (Übers. aus dem Lat.) Jesus stirbt für seine Feinde und sammelt die Verlorenen; er heiratet die Kirche, der aus der Sünde bekehrten. Ausschnitt der Hochaltars in St. Vizelin zu Neumünster. (c) Oliver Meik

2. Adventssonntag – Maria Empfängnis / Immaculata – 08/12/2019

10. Dezember 2019

Lesejahr A. Mitschnitt aus der Heiligen Messe in der Pfarrkirche St. Joseph zu Parchim:

Etwas anders akzentuiert, vielleicht vollständiger, jedenfalls länger 🙂 der Mitschnitt ‚derselben Predigt‘ aus der Heiligen Messe in St. Edith Stein zu Hamburg-Neuallermöhe:

Der ‚fehlende‘ Text im Anschluss an die zweite Lesung:

An anderer Stelle heißt es: Ihr Heiden, freut euch mit seinem Volk! / Und es heißt auch: Lobt den Herrn, alle Heiden, preisen sollen ihn alle Völker! / Und Jesaja sagt: Kommen wird der Spross aus der Wurzel Isis; er wird sich erheben, um über die Heiden zu herrschen. Auf ihn werden die Heiden hoffen. / Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und mit allem Frieden im Glauben, damit ihr reich werdet an Hoffnung in der Kraft des Heiligen Geistes.

Der Brief des Apostels Paulus an die Römer 15, 10-13.
(c) Oliver Meik – Zur Predigt in Parchim, der dortige Kirchenpatron St. Joseph, ein aufrichtiger Mann und Arbeiter.

Terence Hill praktiziert die Andacht zur Göttlichen Barmherzigkeit

16. Oktober 2019

Terence Hill: Glaube ist kostbar und extrem persönlich

Sein christlicher Glaube prägt ihn seit seiner Kindheit, der Heilige Franziskus ist für ihn ein großes Vorbild geworden. In seiner Karriere hat sich Terence Hill aufgrund seiner christlichen Werte auch gegen Rollen, wie die des Action-Helden Rambo, entschieden. Sein Glaube ist für ihn kostbar und extrem persönlich.

Quelle: https://www.missio.at/terence-hill-glaube-ist-kostbar-und-extrem-persoenlich/