Geistlicher Anspruch und gesellschaftliche Pragmatik in der Nachkriegszeit. 1945-1966 in Hamburg, Mecklenburg und Schleswig-Holstein. – Die 2. Auflage ist unterwegs.

Nachdem die erste Auflage vergriffen ist, kam es in diesen Tagen zu Lieferengpässen. Doch die 2. Auflage ist bereits bestellt und unterwegs. Mehr Informationen zu dem Buch finden sich auch hier.

I. A. für den Predigtblog.

Der Tagesablauf zum Mitbeten – Certosa Serra San Bruno

Der stärkste Moment ist nach meinem Dafürhalten das mitternächtliche Gebet in der ansonsten dunklen Kirche. Es ist ein Beten mit Jesus: Der ist allein – in der Nacht – auf dem Berg. So beschreiben es die Evangelien häufig. Jesus hielt dieses Beten durch bis an den Abend vor seinem Tod, am Ölberg, in Getsemani. Er nahm die Jünger mit, obwohl sie immer wieder einschliefen. Er nimmt uns mit. An seinem Todestag waren es Andere, die Jesus auf den Berg verbrachten, nach Golgota, an die ‚Schädelstätte‘; und es wurde Nacht: ‚Eine große Finsternis brach herein.‘

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3. Adventssonntag / Gaudete – 12/12/2021

Lesejahr C. Diesen Sonntag hatte ich die Hl. Messe vor allem mit der Litauischen Mission in der Kapelle der Sankt-Ansgar-Schule (SAS) zu Hamburg:

Der 2. ist das Original.

Es ist der vermutlich letzte Mitschnitte einer meiner Predigten. Er kommt mit einer gewissen Verspätung, denn inzwischen bin ich in der Certosa S. Stefano del Bosco wohlbehalten angekommen und in der sehr freundlichen, offenen und mitbrüderlichen Eremitengemeinschaft der Kartäuser von Serra San Bruno Willkommen geheißen worden.

Es stellte sich heraus, dass meine Hostienschale genau für die großen Hostien paßt, die hier in der Certosa Serra San Bruno speziell für die Konventsmesse gebacken werden. Und weil es bisher nur eine Patene, aber keine Schale für die Konventsmesse gab, wird meine Hostienschale jetzt dort verwendet. Das freut mich sehr. Sollte das Trinken aus dem Kelch in die Konventsmesse zurückkehren dürfen, wäre mein Kelch ebenfalls ausreichen groß, benutz wird er schon hin und wieder.

Der Silber- und Goldschmidt Gräendorf in Osnabrück schuf beide Geräte 2003 zu meiner Priesterweihe nach meinen Entwürfen. Sie sind ein Geschenk meiner Heimatgemeinde, Heilig Geist, Hamburg-Farmsen, mit deren damaligen Pfarrer †P. Karl Schmickler SAC. Jetzt scheint es mir so, als hätte ich beides damals auch für die Verwendung in der Kartause von Serra San Bruno entworfen – jedenfalls bewegte mich die Idee einer feiernden Gemeinschaft … so fühlt sich wohl ‚Heimkommen‘ an.

Zum Altare Gottes will ich treten! – Ein Bild aus meiner Ersten Heiligen Messe am 7. Juni 2003 in Heilig Geist, Hamburg-Farmsen.

Buchvorstellung Dissertation: Geistlicher Anspruch und gesellschaftliche Pragmatik. 1945-1966 in Hamburg, Mecklenburg und Schleswig-Holstein.

Schon in der nächsten Woche, am Donnerstag, den 9. Dezember 2021, um 18:00 Uhr (Dauer ca. 45 Min.), in der Katholischen Akademie Hamburg, Herrengraben 4, 20459 Hamburg, werden wir die Veröffentlichung meiner Dissertation zum Doktor der Philosophie vorstellen. Anschliessend besteht um 19:00 Uhr die Möglichkeit zur Mitfeiern der Hl. Messe nebenan im Kleinen Michel, St. Ansgar, Michaelisstr. 5, 20459 Hamburg. Die Veranstaltung wird hybrid: Vor Ort gilt 2G+ (Vorschriften des Erzbistums Hamburg). Parallel live oder später in der Aufzeichnung kann aber über die Seite des Vereins für Katholische Kirchengeschichte in Hamburg und Schleswig-Holstein von jedem Ort aus alles mitverfolgt werden.

Die Buchpräsentationen bietet Einführungen durch meinen Doktorvater Prof. em. Dr Hans-Ulrich Thamer (Neuere und Neuste Geschichte WWU, Münster) und dem Zweitgutachter und Mitbegleiter Prof. Dr. Thomas Großbölting (Neuere Geschichte/ Zeitgeschichte Uni Hamburg und Forschungsstelle für Zeitgeschichte, Hamburg, vorher Neuere und Neuste Geschichte WWU), mir und eine kurze Fragerunde. Wie die Publikation selbst steht die Veranstaltung unter den Auspizien des Vereins für Katholische Kirchengeschichte in Hamburg und Schleswig-Holstein, dem ich dafür sehr herzlich danke! Besonders Dr. Martin Schröter hat sich außerordentlich dafür eingesetzt, dies alles in kürzester zeit zu realisieren.

Das Buch kann über den Verein für Katholische Kirchengeschichte in Hamburg und Schleswig-Holstein, den Matthiesen-Verlag in der Verlagsgruppe Husum oder den Buchhandel bezogen werden:

Geistlicher Anspruch und gesellschaftliche Pragmatik in der Nachkriegszeit. (1945-1966). Die Osnabrücker Bistumsleitung für die römisch-katholischen Minderheiten Hamburgs, Mecklenburgs und Schleswig-Holsteins. Diss. Uni. Münster. Husum 2021. (=Nordalbingensia sacra 15)

„Oliver Meik zeichnet in seiner umfangreichen Dissertation ein farbiges Bild der katholischen Minderheit in Norddeutschland vom Ende des Nationalsozialismus bis in die Mitte der 1960er Jahre aus dem Blickwinkel ihrer Bischöfe und Ordinarien. Die Zeit war geprägt durch gesellschaftliche Umbrüche. Durch Flucht und Vertreibung wuchs die Zahl der Katholiken erheblich. Binnenmigration brachte in Mecklenburg (DDR) Abbrüche und in den Großstädten, v. a. in Hamburg, Zuwächse. Das religiöse Feld der Katholiken schrumpfte infolge des sozialen und kulturellen Wandels. Das Bistum Osnabrück war zudem auch selbst von der sich vertiefenden deutschen Teilung unmittelbar betroffen. Im mecklenburgischen Teil entwickelte sich ein besonderes katholisches Profil. 

Meik legt seinen Fokus auf die Bischöfe, die Ordinarien. Grundlage seiner Forschungen sind dabei die Zustandsberichte, welche die Osnabrücker Bischöfe alle fünf Jahre dem Papst vorlegen mussten. Sie sind für den Verfasser in Quelle, in kritischer Distanz die Selbstwahrnehmung und Selbstbeschreibung der Bistumsleitung auszuloten. Sich selbst reflektierten die Bischöfe kaum. Dabei waren sie ‚Produkt’ und ‚Promotor’ fundamentaler gesellschaftlicher Wandlungsprozesse. Sie blieben traditionellen Sprech- und Denkmustern verhaftet und konzentrierten sich auf den institutionellen Selbsterhalt. Den wollten sie materiell absichern über den Kirchenbau, über die Professionalisierung der kirchlichen Mitarbeiter und über Sozialleistungen und Fürsorge, aber auch über die Schulpolitik. Das beschriebene Spannungsverhältnis wirkt über den Untersuchungszeitraum hinaus. Es bietet Raum für weiteres Nachdenken.

Oliver Meik stammt aus Hamburg. Er hat als katholischer Geistlicher diese Arbeit im Instrumentarium der (profanen) Geschichtswissenschaft (bei Hans-Ulrich Thamer und Thomas Großbölting) verortet. Seine Print-Veröffentlichung ist die fundamentaltheologische Diplomarbeit (Jürgen Werbick): „‚Lola rennt’ – aber wohin?“ über den Film von Tom Tykwer.“

27. Sonntag im Jahreskreis – 03/10/21

Lesejahr B. Mitschnitt aus der Vorabendmesse in Hl. Maria Magdalena zu Grabow:

Hl. Bruno, bitte für uns. Amen (c) Oliver Meik

18. Sonntag im Jahreskreis – 01/08/2021

Lesejahr B. Hier geht es zum Deutschlandfunk (DLF) u. a. mit dem Mitschnitt der Hl. Messe aus St. Knud in Friedrichstadt an der Treene in Nordfriesland.Hier gibt es den verschriftlichten Text der Predigt.

Ich habe noch als Pfarrer von St. Knud, Husum, mit einiger Unterstützung die Renovierung der Kirche in Friedrichstadt auf den Weg bringen können. Die Gelder dafür konnte ich beim Land Schleswig-Holstein und beim Erzbistum Hamburg einwerben. Mit großem Einsatz und sehr viel Eigenarbeit haben die Katholiken von Friedrichstadt und ihre Freunde („Dombauhütte“) das Projekt vollendet. Heute wird die Kirche anscheinend wieder von schätzungsweise etwa 60.000 Menschen je Tourismusjahr aufgesucht. Viele beten dort oder entzünden Opferkerzen. Sie kommen auch aus Dänemark oder den Niederlanden. Der Einsatz hat sich gelohnt.

Prälat +Dietrich Timmermann, ehemals Dompfarrer von St. Ansgar in Kopenhagen, und seiner Schwester +Magareta Hesener verdanken wir die erneute Sammlung der Gemeinde um diesen Ort. Prälat +Timmermann vermachte der Gemeinde außerdem erhebliche Gelder zur zweckgebundenen Verwendung.

Es ist für mich eine sehr große Freude, dass ich heute zum ersten Mal nach der Renovierung in St. Knud, Friedrichstadt, die Hl. Messe feiern durfte. Ein weiteres Kleinod ist die ebenfalls renovierte Kirche St. Knud in Süden auf Nordstrand. Einen großen Dank an die tapferen Katholiken und ihre Unterstützer aus der Ökumene auch dorthin.

St. Knud in Friedrichstadt (c) Oliver Meik
St. Knud in Friedrichstadt (c) beim Autor

13. Sonntag im Jahreskreis – 27/06/21

Lesejahr B. Mitschnitt aus der Hl. Messe in St. Elisabeth zu Hagenow:

Vorangehen im Bekenntnis an den Herrn (c) Oliver Meik

12. Sonntag im Jahreskreis – 20/06/21

Lesejahr B. Mitschnitt aus der Vorabendmesse in Heilig Kreuz zu Boizenburg:

Von der Liebe Christi geführt sein (c) Oliver Meik

11. Sonntag im Jahreskreis – 13/06/21

Lesejahr B. Mitschnitt aus der Hl. Messe in Maria Rosenkranzkönigin zu Dömitz:

Hier ging der hl. Antonius nach seinem Schiffbruch in Italien an Land. Die zuständige Pfarrei ist S. Maria addolorata, Capo Milaazo, I-98057 Milazzo, Sizilien, Italien. Wegen eventueller Spenden kann man sich direkt dorthin wenden. Ich helfe auch gerne weiter:

Blick auf das Haus des Herrn (c) Oliver Meik

Patronatsfest Herz Jesu – 12/06/21

Lesejahr B. Mitschnitt aus der Vorabendmesse in Herz Jesu zu Lübtheen:

Herz-Jesu-Statue im Seiteneingang einer Kirche in Paray-le-Monial, Frankreich 2019 (c) beim Fotografen