5. Sonntag der Fastenzeit / Passionssontag – 29/03/2020

29. März 2020

Lesejahr A. Eine improvisierte Studioaufnahme aus Hamburg mit einem Wort zum Evangelium des Sonntags (leider habe ich den Namen ‚Veronica‘ etwas undeutlich gesprochen … er klingt wie ‚Monica‘, gemeint ist aber der erstere):

St. Knud, Nordstrand, Nordfriesland, im Licht: „Lazarus, komm heraus!“ (Joh 11, 43) (c) Beim Fotographen

4. Sonntag der Fastenzeit – 22/03/2020

22. März 2020

Laetare – Freut Euch. Lesejahr A. Eine improvisierte Studioaufnahme aus Hamburg mit einem Wort zum Evangelium des Sonntags:

Jesus, Licht der Welt – Leben der Welt – unsere Hoffnung. (c) Oliver Meik.

3. Sonntag der Fastenzeit – 15/03/2020

15. März 2020

Lesejahr A. Eine improvisierte Studioaufnahme aus Hamburg gibt verschiedene Impulse zum Fastensonntag:

Ein Bild aus der Krypta des St. Mariendoms zu Hamburg: Zentral in der Mitte wird eine Kreuzesreliquie aufbewahrt. Es stehen zur Linken Maria und zur Rechten Johannes, die im Liebestod Jesu das Wasser des Lebens empfangen. Jesus, der den Willen des Vaters ganz erfüllt, starb stellvertretend für uns am Kreuz auf einem Berg bei Jerusalem. Das war der Ort des Tempels: „… denn das Heil kommt von den Juden.“ (Joh 4, 22) (c) Oliver Meik

7. Sonntag im Jahreskreis – 23/02/2019

26. Februar 2020

Lesejahr A. Zusammenschnitt aus der Hl. Messe in St. Bonifatius, Hamburg-Wilhelmsburg, zum einen der Predigt und des Glaubensbekenntnisses und zum anderen einer Überleitung zur Gabenbereitung:

„Der sich sterbend zum Siegespreis, / der Bräutigam gründete die Kirche.“ (Übers. aus dem Lat.) Jesus stirbt für seine Feinde und sammelt die Verlorenen; er heiratet die Kirche, der aus der Sünde bekehrten. Ausschnitt der Hochaltars in St. Vizelin zu Neumünster. (c) Oliver Meik

Darstellung des Herrn / Maria Lichtmess – 02/02/2020

2. Februar 2020

Jesus vertraut sich Maria an. Laßt uns seinem Vorbild folgen; möge Maria uns in den Tempel tragen.

Jesus follows Mary. Let’s do it in his image; may Mary carry us into the temple.

Lesejahr A. Mitschnitt aus der Heiligen Messe in St. Martin zu Schwerin-Lankow:

Mitschnitt aus der Heiligen Messe in St. Andreas auf dem Dreesch zu Schwerin:

Der Tempel des neuen Bundes: Jesus Christus. In der Mitte ist das Herz Jesu. Darum liegt die Dornenkrone. Darüber thront der Reichsapfel, mit dem Kreuze bekrönt: So herrscht Jesus über die Welt, mit ‚passionierter‘, leidend-leidenschaftlicher Liebe.
Das weiße Untergewand ist ein nahtloser Rock, das Symbol der einen Christenheit, ein Zeichen der Reinheit, ein hohepriesterliches Gewand; der rote Mantel ist der Königsmantel, gehalten vom Kreuz, von Leiden, Tod und Auferstehung des Herrn.
Das Antlitz Jesu ist in der traditionellen Form nach dem Abbild im Schweißtuch der Veronica und dem Turiner Grabtuch gefaßt.
Das Gesicht, die Figur und Haltung Jesus und die Gesamtkomposition sind symmetrisch. Sie drücken die gute und harmonische Heilsordnung des Gottesreiches aus.
Die Arme hält Jesus im Gestus des priesterlichen Gebets ausgebreitet, sein Blick wirkt innerlich und gesammelt, doch Arme und Blick wenden sich zu gleich dem Betrachter zu. Ursprünglich schaute er direkt auf den Altar davor, auf dem die Priester sein Opfer zu vollziehen hatten.
Jesus thront auf der Weltkugel; aber niedergelegt ist die Krone: das ist ein Zeichen der Demut, des Dienstes an und für die Welt. Dahinter befinden sich zur linken Jesu, vom Betrachter aus rechts, Totenköpfe: Jesus hat den Tod besiegt.
Die Engel beugen sich vor Jesus, weil ihm die himmlischen Mächte untertan sind. Der eine Engel hält das Kreuz und einen Kreuzesnagel. Es sind Zeichen des Glaubens, der Erlösung, der Verklärung, der Hingabe und der ‚angenagelten‘, durchlittenen Ohnmacht, der Selbstentäußerung des Erlösers der Welt, des Salvator mundi. Dem anderen Engel scheint etwas zu fehlen. Hielt er einmal die Lanze, die das Herz Jesu öffnete, seine Seite auftat, damit Wasser und Blut entsprängen, die Taufe und die Eucharistie, die Sakramente der Kirche und mit ihnen das Sakrament der Kirche (II. Vat. Konzil)?
Der König trägt noch als auferstandener Herrscher die Wundmale: Er ist derselbe, der gekreuzigt wurde, der Menschgewordene in Ewigkeit.
Die ausgebreiteten Arme beschreiben den ‚Querbalken’ zum ‚Löngsbalken’ des Körpers: Es ist das einmalige Kreuzesopfer seines Lebens, das er auch auf diesem Altar durch die Hand seiner Diener vollzieht.
Das alles strahlt aus wie in einer Muschel, dem Zeichen des verborgenen Lebens, des ‚Lebensschatzes‘, des Aufbruchs und der Neuerung.
‚Wahrheit und Frieden‘ ruft die Inschrift darüber. ‚Sich [uns] herrschend zum Siegespreis gab‘, die Inschrift darunter – Das Bild zeigt ein Detail des Retabels im Altarraum von St. Vizelin zu Neumünster. (c) Oliver Meik


3. Sonntag im Jahreskreis – 26/01/2020

27. Januar 2020

Lesejahr A. Die Pfarrkirche St. Vizelin zu Neumünster verbindet eine lateinische Inschrift mit dem Priesterseminar in Osnabrück. Noch heute werden dort alle unsere Priester auf die Weihe vorbereitet. Dazu mehr in der Bildunterschrift. Hier erst einmal der Mitschnitt aus der Heiligen Messe:

Der Altarraum von St. Vizelin zu Neumünster. – (c) Oliver Meik
Die lateinische Inschrift: „Se nascens dedit socium, se vescens in edulium, se regnans dat in premium, se moriens in pretium, sponsam fundat ecclesiam.“, bedeutet übersetzt: „Geboren werdend gab er sich zum Gefährten, speisend sich zur Speise, herrschend sich zum Lohn, sterbend sich zum Lösepreis, so begründete der Bräutigam die Kirche.“ – Bis auf den letzten Teilsatz vom Bräutigam, der eigentlich nicht zu dem Gedicht gehörte, stehen alle Teile auch in der Apsis der Kapelle des Osnabrücker Priesterseminars. Es könnte sein, dass damals ein Neumünsteraner Pfarrer Regens wurde …
Der Teilsatz „herrschend sich zum Lohn“ stand logisch erst nach „sterbend sich zum Lösepreis“. Er wurde in St. Vizelin offensichtlich aus den Gründen der künstlerischen Betonung in die Mitte gesetzt. Die Überschrift über dem Herz-Jesu.Bild „veritas et pax“ bedeutet „Wahrheit und Frieden“. Zu den ersten zwei Bildern im Detail. – (c) Oliver Meik

Gehorsam, Armut, (ehelose) Keuschheit – nicht ob, sondern wer wie?

21. Januar 2020

Könnte es sein, dass die gegenwärtigen Diskussionen über den Zölibat (= die Ehelosigkeit der Kleriker) das Thema verfehlen, wenn sie dessem großen Bruder, dem Gehorsam, und dessen größerer Schwester, der Armut, keinerlei Aufmerksamkeit widmen? Wie könnte man das Leben der Kleriker ganz pragmatisch und ohne Beachtung des Rufes Jesu zur vollständigen Hingabe des eigenen Lebens ordnen?

Da sagte er zu ihnen: Kommt her, mir nach! Ich werde Euch zu Menschenfischern machen. Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach.

Matthäus 4, 19f.

Wenn das Verhältnis des Mannes zur Frau so ist, dann ist es nicht gut zu heiraten.

Matthäus 19, 10

Wenn Du vollkommen sein willst, geh, verkauf Deinen Besitz und gib ihn den Armen; und Du wirst einen Schatz im Himmel haben; und komm, folge mir nach!

Matthäus 19, 21

Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wohin er sein Haupt hinlegen kann.

Folge mir nach; lass die Toten ihre Toten begraben!

Matthäus 8, 20f.

Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes.

Lukas 9, 62

Siehe, wir haben alles verlassen und sind Dir nachgefolgt.

Jeder, der um meinetwillen und in des Evangeliums Wille Haus oder Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird das hundertfache dafür empfangen.

Markus 10, 28-30

Zwei Weltkriege haben vor allem in Europa und Asien ungeheure Verluste an Menschenleben gebracht und auf der ganzen Welt eine vielfältige Heimatlosigkeit bewirkt. Danach konzentrieren sich viele Hoffnungen auf den Bereich der geschlechtlichen Partnerschaft. Das überfordert uns.

‚Verbieten oder Erlauben‘ ist möglicherweise die falsche Fragestellung. (Sich) weniger wichtig nehmen (vgl. Johannes XXIII. PP) und stattdessen mehr die Gemeinschaft der Glaubenden mit Jesus suchen, könnte ein Rat aus dem Evangelium sein; eine Dispens von der Ganzhingabe des Lebens ist im Evangelium nicht vorgesehen.

Dann stellt sich wohl am Ende heraus, dass Gehorsam und Armut in mancher Hinsicht Vater und Mutter der Ehelosigkeit sind.

Für Menschen ist das unmöglich, für Gott aber ist alles möglich.

Matthäus 19, 26
Die Eucharistie ist die Hingabe des Lebens. – Marne Januar 2020 – (c) Oliver Meik