14. Sonntag im Jahreskreis – 05/07/2020

Lesejahr A. Mitschnitt aus der Vorabendmesse in Heilig Kreuz zu Boizenburg:

†P. Karl Schmickler SAC (18. August 1939 – 8. Mai 2020)

Der dritte Pfarrer von Heilig-Geist, Hamburg-Farmsen – mein dritter Heimatpfarrer. Aus dem Nachruf der Pallottiner: “ Karl war der Sohn von Peter Schmickler, einem Westerwälder, der im Winzerverein Unkel als Kellermeister arbeitete. Die Mutter Clementine hatte Wein- und Obstlagen mit in die Ehe gebracht. …

Im Februar 1985 ereilte ihn ein überraschender Auftrag: Von 1903 bis 1996 betreuten Pallottiner aus Deutschland die St. Bonifatius-Gemeinde in London. Der Provinzial bat P. Schmickler, die Deutschen-Seelsorge in der britischen Hauptstadt zu übernehmen. …

1990 kehrte P. Schmickler nach Deutschland zurück und wurde zunächst Kaplan in der Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Hamburg-Rahlstedt und ab 1992 Pfarrer der Heilig-Geist-Gemeinde im benachbarten Stadtteil Farmsen. Wieder machte er die Kirche zu einem Mittelpunkt lebendiger, manchmal unkonventioneller Liturgie, so dass das Gotteshaus entgegen dem Trend der Zeit erweitert werden musste. 

Nach 18 Jahren gibt P. Schmickler die Pfarrseelsorge auf und wechselt in die Gästebetreuung des Pallottihauses in Freising. Trotz seiner angeschlagenen Gesundheit nimmt er 2013 die Herausforderung an und geht in das Gästehaus der Pallottiner in Meran-Obermais. …

Schweren Herzens ging er aus gesundheitlichen Gründen 2017 zurück nach Freising und wechselte 2018 in die Seniorenstation nach Limburg. …

Mit P. Karl Schmickler verlieren wir einen Mitbruder, der überall, wo er wirkte, mit seiner rheinischen Natur und seiner eher leisen Art eine gute, gastfreundliche Atmosphäre entstehen ließ. Durch seine künstlerischen und handwerklichen Fähigkeiten brachte er sich an jedem Ort gestalterisch und damit nachhaltig ein. Er war ein überaus fleißiger Mann. Seine Seelsorge war vom Geist Vinzenz Pallottis geprägt und kommt in einem Satz zu Beginn seiner Tätigkeit in Farmsen gut zum Ausdruck: „Ich möchte hier nicht Pfarr-Herr sein, sondern alle einladen, mitzuwirken, damit ein Bewusstsein entsteht, dass jede und jeder sich als wichtiger Teil der Gemeinde weiß.“ Hz

Am Freitag, 15. Mai 2020 wird er beigesetzt werden.

Requiem aeternam dona ei, Domine. – Herr, gib ihm die ewige Ruhe.

Requisicat in pacem. – Lass ihn ruhen in Frieden.

„Auf Wiedersehen – denn wir werden uns wiedersehen.“ (sinngemäß P. Schmickler bei Trauergottesdiensten) – (c) Heilig Geist, Hamburg-Farmsen

O Crux ave spes unica! / Kreuz, Gruß Dir, einzige Hoffnung! – zum 27/03/2020

Das war der Wappenspruch Bischof Franziskus Demanns, unseres vormaligen Bischofs. Er war Bischof von Osnabrück für wenige Tage im Jahre 1957. Von 1930 bis 1995 gehörte die katholische Minderheit in Hamburg, Mecklenburg und Schleswig-Holstein zum Bistum Osnabrück. Die Verehrung des Kreuzes als Hoffnungsmittel in der Not teilte Bischof Demann offensichtlich mit unserem Papst Franziskus. Der möchte am Freitag dem 27. März 2020 um 18:00 Uhr auf dem Petersplatz mit jenem Kreuz beten, dass vor 400 Jahren zum Sieg über die Pest durch Rom prozessierte.
Bischof Demann verstarb am 27. März 1957 also auf den Tag genau (!) 63 Jahre vorher als Zeuge seines Wappenspruchs unmittelbar nach der Bischofsweihe, noch vor seiner ersten Predigt, die dem Wappenspruch gewidmet gewesen wäre. Der Text der nicht gehaltene Predigt gelangte am folgenden Sonntag als Hirtenbrief zu den Gläubigen, so wie Demann es zuvor verfügt hatte. (Bilder und Text zu Demann als Bischof.)
Das Bischof Demann mit ‚Franziskus‚ denselben Vornamen trug wie der Papst heute, ist eine weitere Gemeinsamkeit. Ihr gemeinsamer Namenspatron, der heilige Franziskus, war wiederum der erste Stigmatisierte der Menschheitsgeschichte; er empfing die fünf Wundmale analog zu Jesus.

Die Strophe setzt sich fort:

hoc Passionis tempore!
piis adauge gratiam,
reisque dele crimina.

in dieser Leidenszeit!
Den Treuen mehre die Gnaden,
den Angeklagten tilge die Vergehen.

Ursprung ist der Hymnus Vexilla regis Das Königsbanner, als Übersetzung im Gotteslob Nr. 299 (Der König siegt, sein Banner glänzt). Er gehört zum Fest der Kreuzerhöhung (14. September) und zur Passionszeit, die am nächsten 5. Fasten- oder 1. Passionssonntag beginnt. Für die Vesper von Palmsonntag ist der Hymnus vorgeschrieben.

Franziskus Demann verstirbt am 27. März 1957 nach seiner Bischofsweihe vor dem Domportal von Osnabrück. Der Kirchenbote des Bistums Osnabrück veröffentlichte dazu einen Artikel.

Dazu paßte die hier verlinkte Predigt vom 2. Fastensonntag 2018.

Hamburg und der Norden für Christus / Hamburg and Northern Germany claimed for Christ – 17/02/2020

Eine Meldung aus sicherer Quelle: Bereits am Dienstagabend wurden die Stadt Hamburg und das Gebiet des Erzbistums Hamburg in besonderer Weise dem eucharistischen Herrn geweiht. Die Zeremonie schloss mit einem eucharistischen Segen in alle vier Himmelsrichtungen auf dem Domplatz, dem spirituellen Zentrum des alten Hamburg, gegenüber der Petrikirche. Dort deuten heute Leuchtelemente die Formen der vor zweihundert Jahren abgerissenen Kathedrale von Alt-Hamburg an, die einmal ein Papstgrab enthielt und das Volksfest des ‚Hamburger Doms‘ begründete.

Besonders gesegnet wurden außerdem Mecklenburg und Schleswig-Holstein, die katholischen Schulen und Krankenhäuser, der Erzbischof, der Klerus und alle Mitarbeiter und Mitglieder des Erzbistums Hamburg. Außerdem wurde für die Kranken und Sterbenden, um Schutz, um Heilung und gegen Covid-19 gebetet. Dank sei Gott!

Die Kerze leuchtete um 21:00 Uhr am Josephstag, 19. März 2020, zum Rosenkranz mit Papst Franziskus, der Kirche in Italien und der weltweiten Catholica. (c) Oliver Meik.

Aktualisiert: Sonntagsmesse / Sunday Mass / Messa domenicale

In der jetzigen Zeit bete ich besonders für alle, denen keine heilige Messe zugänglich ist. Da ich keine Kirche habe, feiere ich die Eucharistie an diesem Sonntag nur privat am würdigsten Ort bei mir zu Hause. Der ist inzwischen in einen eigenen Raum übergegangen. Ich habe eine Reihe sehr positiver Rückmeldungen bekommen. Deswegen setzte ich diesen kleinen Dienst, den ich Euch und Ihnen tun darf, an diesem Sonntag fort.

Wenn ich gegen 10 Uhr für etwa eine halbe Stunde an den Altar trete, könnt Ihr in Christus Jesus meine besondere Verbundenheit und Nähe zu Euch spüren, ganz gleich, wo Ihr seien werdet. Gott erhalte und + segne Euch in aller Not. Er bewahre Euch vor allem Übel.

At the present time, I am praying especially for all who don’t have Holy Mass. Since I don’t have a church, this Sunday I only celebrate the Eucharist privately at the most worthy place at home, which became a proper room by now.
When I go to the altar for about half an hour around 10 a.m., you may be assured of my special intercession and closeness to you in Christ Jesus, no matter where you’ll be staying. God preserve and + bless you in all hardship. May he keep you free from all evil.

Nel tempo presente prego soprattutto per tutti coloro che non hanno la possibilitá di partecipare alla Santa Messa. Dato che non ho una chiesa, questa domenica celebro l’Eucaristia solo privatamente nel luogo più degno di casa mia, diventata allora una stanza sua.
Quando salgo all’altare intorno alle 10 del mattino per circa mezz’ora, potete sentire la mia speciale intercessione e vicinanza a Voi in Cristo Gesù trascorrendo tutte distanze. Dio Vi protegga e + vi benedica in ogni tribulazione. Da ogni male vi conserva.

Nachtanbetung mit „nightfever“ im Mariendom, Hamburg – (c) Oliver Meik

Taufe des Herrn – 12/01/2020

Was verbindet 75 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges, 30 Jahre Deutsche Einheit und 25 Jahre Erzbistum Hamburg? Die gegenüber der Predigt korrigierten Zahlen zu den Katholiken in Mecklenburg: Es waren 1945 etwa 210.00, 1961 etwa 120.000, 1990 etwa 60.000 und 2018 etwa 37.000. – Lesejahr A. Mitschnitt aus der Heiligen Messe in der Propstei St. Anna zu Schwerin:

(c) Oliver Meik – St. Anna am Fest der taufe des Herrn AD 2020.

3. Adventssonntag 2017 – 17/12/2017

Ich denke in diesen Tagen viel an unseren Erzbischof und die Menschen, die enttäuscht sind, dass ich nicht zu ihnen in den Hamburger Western kommen werde, die sich im Stich gelassen fühlen. Ihr seid in meinen Gebeten! Bitte habt Vertrauen und betet auch für mich.

Jetzt ist es mir möglich, einiges aufzuarbeiten und mich sogar den technischen Problemen meines Blogs zu stellen. 🙂 Es folgt ein jahreszeitlich passender, bisher unveröffentlichter Beitrag aus dem Advent LETZTEN JAHRES, den ich selber in diesem Jahr ganz neu höre. –

Lesejahr B. Mitschnitt aus der hl. Messe in St. Ulrich zu St. Peter-Ording:

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(c) Oliver Meik – Der Herbst 2018 auf der Großen Domsfreiheit in Osnabrück von meinem Arbeitsplatz im Priesterseminar her.

 

3. Sonntag der Fastenzeit – 23/03/2014

Lesejahr A. Mitschnitt aus dem Hochamt in der Pfarrkirche Christus König zu Husum: