Die Treue der Beter – die Orden und die Reformation in Mecklenburg

16. November 2019

Reformatorische Lehren tauchten in Mecklenburg schon vor 1520 auf, zuerst in den Seestädten. Am längsten widersetzten sich die Dominikaner der Reformation, in Rostock bis 1571, in Wismar bis 1554. Bei der großen Kirchenvisitation 1541/42 waren von 204 Dorfpfarren noch 63 katholisch, besonders solche in der Nachbarschaft von Domstiften oder Klöstern. Ab 152 wurden die Mönchs-Feldklöster aufgehoben. Das älteste und ehrwürdigste Kloster, die Zisterzienserabtei Doberan war schon längst im Verfall. Die noch in Blüte stehende Kartause Marienehe bei Rostock mußte mit Waffengewalt genommen werden. […] Am hartnäckigsten und widerspenstigsten waren die Nonnen, besonders in Dobbertin. Sie erklärten, sie wollten lieber „vor einem Schwert sitzen gehen“ als evangelisch werden. Sie warfen sich vor einem Marienbild nieder und verlangten ein Wunder. Es trat jedoch nicht ein. Dennoch ließen sich die Nonnen nicht einmal vom Herzog persönlich bekehren. Nach 1557 waren sogar noch sechs neue Schwestern eingetreten. Als sie mit Gewalt aus Dobbertin ausgewiesen wurden, wehrten sie sich mit Stöcken und Steinen. ‚Wenn ich euch alle dem Teufel in den Rachen werfen könnte, wollt ich’s nicht lassen!‘ rief die Nonne Ingeborg Hagenow.“

Chronik des Bischöflichen Kommissariats Schwerin. 1946 bis 1973. Hg. vom Heinrich-Theissing-Institut. Schwerin 2003.

Wer betet, der bleibt. Gebetszentren stärken die Gläubigen. Hab keine Angst vor Deiner ohnmächtigen Schwäche. Heute arbeiten die Konfessionen am gemeinsamen christlichen Zeugnis. Die Frage der Beter aber bleibt: Laien, Priester, Ordensleute: Wo und wie wollt Ihr Euch heute sammeln und Eure katholische Identität im Gebet stärken?

Einen ganz herzlichen Dank allen Dominikanern, Kartäusern, Stiften, Nonnen und Pfarrern für ihr Zeugnis. Wir brauchen Euch. Und mehr von Euch. Sende, Herr, Beter in Deinen Weinstock, Menschen der Lebens- und Liebeshingabe. Amen.

(c) Oliver Meik – Die Kartause von Capri. Capri Charterhouse. September 2019.


Repost: Jungfrau, Mutter Gottes mein – meiner +Großmutter seligen Angedenkens

13. November 2019

Gestern beging meine +Großmutter ihren 90. Geburtstag. Aber schon seit einigen Jahren lebt sie im Jenseits, in jener Welt, die wir Himmel nennen und die auf die Anschauung Gottes ausgerichtet ist. Ein Gebet, dass sie von ihrer Großmutter und ihrer Mutter empfangen und innig geliebt hat, möchte ich im persönlichen Gedenken hier wiedergeben. So hat sie gelebt: in ihrer Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt (HH-Rahlstedt); so ist sie gestorben: an Mariä Himmelfahrt (15.08.). Ins Paradies mögen die Engel Dich geleiten. Requiescat In Pacem.

Jungfrau, Mutter Gottes mein, lass mich ganz Dein eigen sein; Dein im Leben, Dein im Tod, Dein in Unglück, Angst und Not, Dein in Kreuz und bittrem Leid, Dein für Zeit und Ewigkeit! Jungfrau, Mutter Gottes mein, lass mich ganz Dein eigen sein! Mutter, auf Dich hoff’ und baue ich. Mutter, zu Dir ruf‘ und seufze ich. Mutter, Du gütigste, steh mir bei! Mutter, Du mächtigste, Schutz mir leih! O Mutter, so komm, hilf beten mir! O Mutter, so komm, hilf streiten mir! O Mutter, so komm, hilf leiden mir! O Mutter, so komm und bleib bei mir! Du kannst mir ja helfen, o Mächtigste! Du willst mir ja helfen, o Gütigste! Du mußt mir nun helfen, o Treueste! Du wirst mir auch helfen, Barmherzigste! O Mutter der Gnade, der Christen Hort, Du Zuflucht der Sünder, des Heiles Port*; Du Hoffnung der Erde, des Himmels Zier; Du Trost der Betrübten, ihr Schutzpanier! Wer hat je umsonst Deine Hilf ‚angefleht? Wann hast Du vergessen ein kindlich Gebet? Drum ruf ich beharrlich, in Kreuz und in Leid: Maria hilft immer, sie hilft jederzeit! Ich ruf voll Vertrauen im Leiden und Tod: Maria hilft immer, in jeglicher Not! So glaub‘ ich und lebe und sterbe darauf; Maria hilft mir in den Himmel hinauf. Amen.

* Hafen

Wir sehen uns bei Gott in dem himmlischen Vaterhaus mit den vielen Wohnungen, liebe Oma, an der Hand der Gottesmutter! Bitt’ Gott für mich und meinen Dienst, zu dem ich ganz und gar unwürdig bin. Verzeihe und bitte bei Gott um Verzeihung für meine Sünden: das Böse, welches ich tat, und das Gute, was ich nicht getan habe. Bitte für die, die Dein Tod endlich versammelt hat: dass sie Dein geistiges Erbe nicht verlieren und der Sehnsucht und dem Beispiel Deiner gütigen Liebe folgen. Amen. Heiliger Ludwig-Maria Grignion de Montfort, meine Oma hat Dich verehrt und Dein ‚Goldenes Buch‘ (Abhandlung über die vollkommene Andacht zu Maria) geliebt: Bitte für sie!

(C) Regina delle Sure di Bambin’ Gesu.

29. Sonntag im Jahreskreis – 20/10/2019

20. Oktober 2019

Lesejahr C. Mitschnitt aus dem Hochamt in meiner Heimatgemeinde Heilig Geist zu Hamburg-Farmsen:

PS: Eine Anleitung zum Beten des Rosenkranzes findet sich im Gotteslob unter der Nr. 4.
(c) Oliver Meik – Ganz dienstlich an einem Sonntag im Oktober 2019 in Hamburg.

27. Sonntag im Jahreskreis – 06/10/2019

12. Oktober 2019

Lesejahr C. Aus der hl. Messe in St. Mariä Himmelfahrt zu Güstrow:

(c) Oliver Meik – St. Mariä Himmelfahrt Güstrow im Licht des Mittags.

(c) Oliver Meik – St. Mariä Himmelfahrt Güstrow im Licht des Mittags.

(c) Oliver Meik – Und vom ‚Arbeitsplatz‘ aus.


S. Maria delle Grazie / Santa Padrona di Terme Vigliatore – 15/09/2019 – Maria Gnaden / Patronatsfest

3. Oktober 2019

Anno liturgico C. Letture della 24a Domenica del Tempo ordinario. Dalla S. Messa festiva alla Chiesa Dei Benedettini a Terme Vigliatore (ME):

(c) Con licenza da una fonte locale – Sermone con la Santa Padrona Maria delle Grazie di Terme Vigliatore (ME) in un’altra giornata.

22. Sonntag im Jahreskreis – 01/09/2019

1. September 2019

„Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. / … er stürzt die Mächtigen vom Thron / und erhöht die Niedrigen.“

„… for he has looked with favor on his lowly servant. / … He has cast down the mighty from their thrones, / and has lifted up the lowly.“

(Das Evangelium nach Lukas 1, 48.52).

Lesejahr C. Mitschnitt aus der Heiligen Messe in Christus König zu Uetersen:

(c) Oliver Meik – Die Lichterprozession von Lourdes, Frankreich, am Vorabend von Maria Aufnahme in den Himmel 2019.

Maria von Magdala – 22. Juli 2019

5. August 2019

Sie ging nicht in das Grab hinein. – She didn’t enter the grave. – Das am Festtag der apostola Apostolorum, der hl. Maria von Magdala, vorzutragende Evangelium enthält eine Lücke. Nach den Versen 1 und 2 des 20. Kapitels des Evangeliums nach Johannes geht es erst mit den Versen 11 bis 18 weiter. Die Verse 3 bis 10 werden an diesem Festtag nicht vorgetragen. Diese Verse betreffen die Ankunft des Johannes und des Petrus am Grab. Johannes glaubte vor Maria von Magdala. Diese Auslassung ist mir dieses Jahr besonders aufgefallen. Ich habe dazu einen kurzen Gedanken eingesprochen:

Die fehlenden Verse Johannes 20, 3-10: „Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab; sie liefen beide zusammen, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als erster ans Grab. Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging jedoch nicht hinein. Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Haupt Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. Da ging auch der andere Jünger, der als Erster an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte. Denn sie hatten noch nicht die Schrift verstanden, dass er von den Toten auferstehen müsse. Dann kehrten die Jünger wieder nach Hause zurück.“

Für die Festagsperiokope selbst (Johannes 20,1f.11-18) hier klicken.

(c) Oliver Meik – Das Abendlicht, wie wird der Morgen? – Graal-Müritz im Juli 2019