Passionssonntag AD 2020/ Passion Sunday / Domenica della passione

„Selbe Stelle, selbe Welle!“ ist ein Spruch aus der Radiozeit. – An diesen Sonntag werde ich es wie an den vergangenen halten. (Seelsorge möglichst telefonisch oder per Skype)

Ich danke Euch, dass Ihr für mich betet! Ich bete für Euch besonders die Heiligen Messen. Wir sind eine große Familie. Jede Heilige Messe wird für die ganze Kirche auf der Erde und die Verstorbenen im Purgatorium gefeiert. Und alle Engel und Heiligen feiern mit. Die Zahl der Teilnehmer ist nebensächlich. Die kleine hl. Messe auf der Missionsstation ist ebenso wirksam wie die feierlichste Papstmesse oder eben sogar die einzelnen Feier eines Priesters in der Einsamkeit. Wir beten füreinander. Die Heiligen und die Engel beten für uns. Wir beten für unsere Verstorbenen. Jesus ist stellvertretend für uns alle am Kreuz gestorben und auferstanden. Der heilige Geist ist unsere gemeinsame Sprache, Pfingsten, das Babel überwindet. Ich habe mich besonders über das heutige Gebete unseres Heiligen Vaters Papst Franziskus mit einer einsamen Aussetzung des allerheiligsten Sakramentes, dem sakramentalen Segen „urbi et orbi“ und den Gebeten vor der Marienikone Salus populi romani (‚Heil des römischen Volkes‘) aus S. Maria Maggiore und dem römischen Pestkreuz aus S. Marcello al Corso gefreut. Dank sei Gott, dem Vater, unser Herr ist in alle Ewigkeit. Amen.

„Same place, same time!“ translates a saying from the radio era. – This Sunday I’ll keep like the past ones. (Pastoral in the first place through phone or Skype)

Thank you for praying for me! I pray for you, especially Holy Mass. We are a big family. Every Holy Mass is celebrated for the whole Church on earth and for the deceased in the purgatory. And all angels and saints celebrate with us. The number of participants is irrelevant. The little Holy Mass at the mission station is just as effective as the most solemn Papal Mass or even the individual celebration of a priest in solitude. We pray for each other. The saints and the angels are praying for us. We pray for our deceased. Jesus died on behalf of all of us on the cross and rose again. The Holy Spirit is our common language, our Pentecost or Whitsuntide, that overcomes Babel. I was particularly delighted by today’s prayers of our Holy Father Pope Francis with a lonely exposure of the Blessed Sacrament, the sacramental blessing „urbi et orbi“ and the prayers in front of the icon of Mary Salus populi romani (‚Salvation of the Roman People‘) of S. Maria Maggiore and the roman Plague Cross of S. Marcello al Corso. Thanks be to God, the Father, our Lord forever. Amen

„Stesso posto, stessa ora!“ si traduce un detto dell’era radiofonica. – Questa domenica tenterò come quelle passate. (Assistenza spirituale preferibilmente tramite telefono o Skype)

Vi ringrazio delle Vostre preghiere per me! Prego per Voi in particolare le Santa Messa. Siamo una grande famiglia. Ogni Santa Messa è celebrata per l’intera Chiesa sulla terra e per i defunti nel purgatorio. E tutti gli angeli e i santi celebrano con noi. Il numero dei partecipanti è irrilevante. La piú piccola Santa Messa presso una stazione di missione è efficace tanto quanto la Messa solenne papale o persino la celebrazione individuale di un sacerdote nella solitudine. Preghiamo una per l’altro. I santi e gli angeli pregano per noi. Noi preghiamo per i nostri morti. Gesù in luogo di noi tutti fu morto sulla croce e risuscitato. Lo Spirito Santo è il nostro linguaggio comune, la Pentecoste, che vince Babele. Sono particolarmente edificato dalle preghiere d’oggi del nostro Santo Padre Papa Francesco con un’esposizione solitaria del Santissimo Sacramento, la benedizione sacramentale „urbi et orbi“ e le preghiere di fronte all’icona di Maria Salus populi romani („Salvezza del popolo romano“) di S. Maria Maggiore e al Croce della pesta romana di S. Marcello al Corso. Grazie a Dio, Padre, nostro Signore per sempre. Amen.

‚Eine Fest-Prozession mit dem Kreuz der Kirche des Heiligen Marcello in Rom.
Alljährlichg findet seit der großen Pest im Jahre 1522 in Rom eine Bittprozession statt, bei welcher das Kreuz von S. Marcello durch die Straßen getragen wird.‘ (C) Bundesarchiv, Bild 102-12792 / CC-BY-SA 3.0

Darstellung des Herrn / Maria Lichtmess – 02/02/2020

Jesus vertraut sich Maria an. Laßt uns seinem Vorbild folgen; möge Maria uns in den Tempel tragen.

Jesus follows Mary. Let’s do it in his image; may Mary carry us into the temple.

Lesejahr A. Mitschnitt aus der Heiligen Messe in St. Martin zu Schwerin-Lankow:

Mitschnitt aus der Heiligen Messe in St. Andreas auf dem Dreesch zu Schwerin:

Der Tempel des neuen Bundes: Jesus Christus. In der Mitte ist das Herz Jesu. Darum liegt die Dornenkrone. Darüber thront der Reichsapfel, mit dem Kreuze bekrönt: So herrscht Jesus über die Welt, mit ‚passionierter‘, leidend-leidenschaftlicher Liebe.
Das weiße Untergewand ist ein nahtloser Rock, das Symbol der einen Christenheit, ein Zeichen der Reinheit, ein hohepriesterliches Gewand; der rote Mantel ist der Königsmantel, gehalten vom Kreuz, von Leiden, Tod und Auferstehung des Herrn.
Das Antlitz Jesu ist in der traditionellen Form nach dem Abbild im Schweißtuch der Veronica und dem Turiner Grabtuch gefaßt.
Das Gesicht, die Figur und Haltung Jesus und die Gesamtkomposition sind symmetrisch. Sie drücken die gute und harmonische Heilsordnung des Gottesreiches aus.
Die Arme hält Jesus im Gestus des priesterlichen Gebets ausgebreitet, sein Blick wirkt innerlich und gesammelt, doch Arme und Blick wenden sich zu gleich dem Betrachter zu. Ursprünglich schaute er direkt auf den Altar davor, auf dem die Priester sein Opfer zu vollziehen hatten.
Jesus thront auf der Weltkugel; aber niedergelegt ist die Krone: das ist ein Zeichen der Demut, des Dienstes an und für die Welt. Dahinter befinden sich zur linken Jesu, vom Betrachter aus rechts, Totenköpfe: Jesus hat den Tod besiegt.
Die Engel beugen sich vor Jesus, weil ihm die himmlischen Mächte untertan sind. Der eine Engel hält das Kreuz und einen Kreuzesnagel. Es sind Zeichen des Glaubens, der Erlösung, der Verklärung, der Hingabe und der ‚angenagelten‘, durchlittenen Ohnmacht, der Selbstentäußerung des Erlösers der Welt, des Salvator mundi. Dem anderen Engel scheint etwas zu fehlen. Hielt er einmal die Lanze, die das Herz Jesu öffnete, seine Seite auftat, damit Wasser und Blut entsprängen, die Taufe und die Eucharistie, die Sakramente der Kirche und mit ihnen das Sakrament der Kirche (II. Vat. Konzil)?
Der König trägt noch als auferstandener Herrscher die Wundmale: Er ist derselbe, der gekreuzigt wurde, der Menschgewordene in Ewigkeit.
Die ausgebreiteten Arme beschreiben den ‚Querbalken’ zum ‚Löngsbalken’ des Körpers: Es ist das einmalige Kreuzesopfer seines Lebens, das er auch auf diesem Altar durch die Hand seiner Diener vollzieht.
Das alles strahlt aus wie in einer Muschel, dem Zeichen des verborgenen Lebens, des ‚Lebensschatzes‘, des Aufbruchs und der Neuerung.
‚Wahrheit und Frieden‘ ruft die Inschrift darüber. ‚Sich [uns] herrschend zum Siegespreis gab‘, die Inschrift darunter – Das Bild zeigt ein Detail des Retabels im Altarraum von St. Vizelin zu Neumünster. (c) Oliver Meik

Zum Vorabend von Maria Lichtmess – ein englisches Gedicht von Sankt John Henry Kardinal Newman

Candlemas, 
by John Henry Newman

The Angel-lights of Christmas morn,
Which shot across the sky,
Away they pass at Candlemas,
They sparkle and they die.

Comfort of earth is brief at best,
Although it be divine;
Like funeral lights for Christmas gone,
Old Simeon’s tapers shine.

And then for eight long weeks and more
We wait in twilight grey,
Till the high candle sheds a beam
On Holy Saturday.

We wait along the penance-tide
Of solemn fast and prayer;
While song is hush’d, and lights grow dim
In the sin-laden air.

And while the sword in Mary’s soul
Is driven home, we hide
In our own hearts, and count the wounds
Of passion and of pride.

And still, though Candlemas be spent
And Alleluias o’er,
Mary is music in our need,
And Jesus light in store.

Detail des Atarretabels aus St. Vizelin zu Neumünster. 1. Bild: Der eine Gott, die Allerheiligste Dreifaltigkeit und die Heilige Familie: Dargestellt ist die Inkarnation des Sohnes, der im Heiligen Geist von Vater ausgeht und als Jesus bei Maria und Josef Mensch geworden ist. 2. Bild: Das letzte Abendmahl. – In Jesus heilt die ‚vertikale‘ Gottesbeziehung die ‚horizontalen‘ menschlichen Beziehungen. Das Kreuz hat zwei Balken, die vier Richtungen verbinden. (c) Oliver Meik

Hochfest der Jungfrau und Gottesmutter Maria / Oktavtag von Weihnachten / ‚Neujahr‘ – 01/01/2020

Ein ganz frohes und gesegnetes AD 2020! Mitschnitt aus der Heiligen Messe in St. Joseph zu Parchim:

(c) Oliver Meik – Die Heilige Familien der Krippe in Parchim.

Fest der Heiligen Familie / Sonntag in der Weihnachtsoktav – 29/12/2019

Lesejahr A. Mitschnitt aus der Heiligen Messe in St. Bonifatius zu Hamburg-Wilhelmsburg:

(c) Oliver Meik – Ein Schnellschuss auf die Hamburger Innenstadt im Morgenlicht aus der S-Bahn in Richtung Hamburg-Elbbrücken.

Weihnachten – 25/12/2019

Mit ganz lieben Weihnachtsgrüßen wünsche ich ein frohes und gesegnetes Geburtsfest unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus! Möge es in AD 2020 bei uns allen seine gnadenvolle Wirkungen zeigen.

Lesejahr A. Mitschnitt aus der Messe am Heiligen Abend in St. Elisabeth in Hagenow:

Und die nur wenig andere Version der Predigt als Mitschnitt aus der Heiligen Messe vom Tag in St. Thomas zu Crivitz:

(c) Oliver Meik – Die Krippe im Altarraum von St. Elisabeth zu Hagenow.

4. Adventssonntag – 22/12/2019

Lasst uns in diesen Tagen vor Weihnachten besonders für unseren Papst, unseren Bischof und für alle, die in der Kirche eine besondere Verantwortung tragen beten: Mögen sie mit Gott so zusammenwirken, dass alle unsere Anstrengungen der Verkündigung des Evangeliums dienen!

Dazu kann auch das Gebet aus dem letzten Blogeintrag eine Hilfe sein.–

Lesejahr A. Mitschnitt aus der Vorabendmesse in der Kirche Zu den heiligen Engeln zu Glinde bei Hamburg:

(c) mit Erlaubnis des Photographen – Maria, Mutter der Barmherzigkeit, vom Tor der Morgenröte (Ausros Vartai) in Vilnius (Litauen): Bitte für uns!
Maria ist die Morgenröte Jesu Christi, der wahren Sonne, die in der Welt scheint und erschienen ist.

2. Adventssonntag – Maria Empfängnis / Immaculata – 08/12/2019

Lesejahr A. Mitschnitt aus der Heiligen Messe in der Pfarrkirche St. Joseph zu Parchim:

Etwas anders akzentuiert, vielleicht vollständiger, jedenfalls länger 🙂 der Mitschnitt ‚derselben Predigt‘ aus der Heiligen Messe in St. Edith Stein zu Hamburg-Neuallermöhe:

Der ‚fehlende‘ Text im Anschluss an die zweite Lesung:

An anderer Stelle heißt es: Ihr Heiden, freut euch mit seinem Volk! / Und es heißt auch: Lobt den Herrn, alle Heiden, preisen sollen ihn alle Völker! / Und Jesaja sagt: Kommen wird der Spross aus der Wurzel Isis; er wird sich erheben, um über die Heiden zu herrschen. Auf ihn werden die Heiden hoffen. / Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und mit allem Frieden im Glauben, damit ihr reich werdet an Hoffnung in der Kraft des Heiligen Geistes.

Der Brief des Apostels Paulus an die Römer 15, 10-13.
(c) Oliver Meik – Zur Predigt in Parchim, der dortige Kirchenpatron St. Joseph, ein aufrichtiger Mann und Arbeiter.

Hochfest Christus König – 24/11/2019

Lesejahr A. Mitschnitt aus der Heiligen Messe in der Filialkirche Maria Himmelfahrt zu Laage:

(c) Oliver Meik – Vom Totalitarismus in den Hinterhof abgedrängt, aber stolz aufgerichtet. Maria Himmelfahrt in Laage
(c) Oliver Meik – Lebendig, warm und bereit zum Gottesdienst. Maria Himmelfahrt in Laage.

Die Treue der Beter – die Orden und die Reformation in Mecklenburg

Reformatorische Lehren tauchten in Mecklenburg schon vor 1520 auf, zuerst in den Seestädten. Am längsten widersetzten sich die Dominikaner der Reformation, in Rostock bis 1571, in Wismar bis 1554. Bei der großen Kirchenvisitation 1541/42 waren von 204 Dorfpfarren noch 63 katholisch, besonders solche in der Nachbarschaft von Domstiften oder Klöstern. Ab 152 wurden die Mönchs-Feldklöster aufgehoben. Das älteste und ehrwürdigste Kloster, die Zisterzienserabtei Doberan war schon längst im Verfall. Die noch in Blüte stehende Kartause Marienehe bei Rostock mußte mit Waffengewalt genommen werden. […] Am hartnäckigsten und widerspenstigsten waren die Nonnen, besonders in Dobbertin. Sie erklärten, sie wollten lieber „vor einem Schwert sitzen gehen“ als evangelisch werden. Sie warfen sich vor einem Marienbild nieder und verlangten ein Wunder. Es trat jedoch nicht ein. Dennoch ließen sich die Nonnen nicht einmal vom Herzog persönlich bekehren. Nach 1557 waren sogar noch sechs neue Schwestern eingetreten. Als sie mit Gewalt aus Dobbertin ausgewiesen wurden, wehrten sie sich mit Stöcken und Steinen. ‚Wenn ich euch alle dem Teufel in den Rachen werfen könnte, wollt ich’s nicht lassen!‘ rief die Nonne Ingeborg Hagenow.“

Chronik des Bischöflichen Kommissariats Schwerin. 1946 bis 1973. Hg. vom Heinrich-Theissing-Institut. Schwerin 2003.

Wer betet, der bleibt. Gebetszentren stärken die Gläubigen. Hab keine Angst vor Deiner ohnmächtigen Schwäche. Heute arbeiten die Konfessionen am gemeinsamen christlichen Zeugnis. Die Frage der Beter aber bleibt: Laien, Priester, Ordensleute: Wo und wie wollt Ihr Euch heute sammeln und Eure katholische Identität im Gebet stärken?

Einen ganz herzlichen Dank allen Dominikanern, Kartäusern, Stiften, Nonnen und Pfarrern für ihr Zeugnis. Wir brauchen Euch. Und mehr von Euch. Sende, Herr, Beter in Deinen Weinstock, Menschen der Lebens- und Liebeshingabe. Amen.

(c) Oliver Meik – Die Kartause von Capri. Capri Charterhouse. September 2019.