†P. Karl Schmickler SAC (18. August 1939 – 8. Mai 2020)

12. Mai 2020

Der dritte Pfarrer von Heilig-Geist, Hamburg-Farmsen – mein dritter Heimatpfarrer. Aus dem Nachruf der Pallottiner: “ Karl war der Sohn von Peter Schmickler, einem Westerwälder, der im Winzerverein Unkel als Kellermeister arbeitete. Die Mutter Clementine hatte Wein- und Obstlagen mit in die Ehe gebracht. …

Im Februar 1985 ereilte ihn ein überraschender Auftrag: Von 1903 bis 1996 betreuten Pallottiner aus Deutschland die St. Bonifatius-Gemeinde in London. Der Provinzial bat P. Schmickler, die Deutschen-Seelsorge in der britischen Hauptstadt zu übernehmen. …

1990 kehrte P. Schmickler nach Deutschland zurück und wurde zunächst Kaplan in der Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Hamburg-Rahlstedt und ab 1992 Pfarrer der Heilig-Geist-Gemeinde im benachbarten Stadtteil Farmsen. Wieder machte er die Kirche zu einem Mittelpunkt lebendiger, manchmal unkonventioneller Liturgie, so dass das Gotteshaus entgegen dem Trend der Zeit erweitert werden musste. 

Nach 18 Jahren gibt P. Schmickler die Pfarrseelsorge auf und wechselt in die Gästebetreuung des Pallottihauses in Freising. Trotz seiner angeschlagenen Gesundheit nimmt er 2013 die Herausforderung an und geht in das Gästehaus der Pallottiner in Meran-Obermais. …

Schweren Herzens ging er aus gesundheitlichen Gründen 2017 zurück nach Freising und wechselte 2018 in die Seniorenstation nach Limburg. …

Mit P. Karl Schmickler verlieren wir einen Mitbruder, der überall, wo er wirkte, mit seiner rheinischen Natur und seiner eher leisen Art eine gute, gastfreundliche Atmosphäre entstehen ließ. Durch seine künstlerischen und handwerklichen Fähigkeiten brachte er sich an jedem Ort gestalterisch und damit nachhaltig ein. Er war ein überaus fleißiger Mann. Seine Seelsorge war vom Geist Vinzenz Pallottis geprägt und kommt in einem Satz zu Beginn seiner Tätigkeit in Farmsen gut zum Ausdruck: „Ich möchte hier nicht Pfarr-Herr sein, sondern alle einladen, mitzuwirken, damit ein Bewusstsein entsteht, dass jede und jeder sich als wichtiger Teil der Gemeinde weiß.“ Hz

Am Freitag, 15. Mai 2020 wird er beigesetzt werden.

Requiem aeternam dona ei, Domine. – Herr, gib ihm die ewige Ruhe.

Requisicat in pacem. – Lass ihn ruhen in Frieden.

„Auf Wiedersehen – denn wir werden uns wiedersehen.“ (sinngemäß P. Schmickler bei Trauergottesdiensten) – (c) Heilig Geist, Hamburg-Farmsen

Gott beruft Dich zum Apostel – 01/01/2019

1. Januar 2019

Gott segne Dein AD 2019 und begleite Dich auf allen Deinen Wegen!

In den letzten Tagen des alten Jahres bin ich auf einen Film von 1983 gestossen – von vor 35 Jahren – der auf dem Weg meiner Berufung wesentlich war. Vinzenz Palotti (* 21. April 1795 – † 22. Januar 1850) in Rom, der kleine Heilige vom Tieberufer, ruft seit 200 Jahren als Priester (Weihe 16. Mai 1818 ) die Laien ihr Apostolat selbst in die Hand zu nehmen – nicht um die Stelle der Priester einzunehmen, sondern um selber und in eigener Autorität als Christi Stellvertreter in den Familien, Gemeinschaften, Gemeinden und am Arbeitsplatz das Werk Jesu Christi fortzuführen:

Deinen Tag beginne im Gebet! Möglicherweise so:

Vater,
+
sende Deinen Heiligen Geist,
dass ich Deinem Sohn nachfolge
und (Dir in) Deiner Kirche diene,
heute
und alle Tage meines Lebens.
Amen.
(Primizbildchen vom 8. Juni 2003, Pfingsten – Oliver Meik)