Zurück am Ursprung – Sankt-Ansgar-Schule (SAS)

8. April 2020

Die private tägliche Heilige Messe darf ich jetzt in der Kapelle der SAS feiern. Denn die Schule ist geschlossen und hat natürlich auf Heimarbeit umgestellt – einschließlich der sehr regen Schulseelsorge.

Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit, hier – wenn auch nur privat – den Gottesdienst zu feiern. Ich habe auf der SAS meine Gymnasialzeit verbracht. Die Jesuiten dort ermöglichten es uns unproblematisch, zwei Mal im Jahr in dieser Kapelle zu beichten. Manche Andacht oder Heilige Messe hatte dort ihren Ort, beispielsweise In der Fasten- oder Adventszeit. Das alles war für mich sehr wichtig. Und jetzt ist es viel würdiger als bei mir zu Hause. Noch mehr freue ich mich aber auf den Tag, wo wir alle wieder gemeinsam Gottesdienst feiern dürfen! Gott gebe es bald! Ihm sei Dank und Ehre.

Einen herzlichen Dank sage ich auch an alle Beteiligten und alle ‚Heimbeter‘! Ich zähle weiter auf Euch und Eure Gebete.


Gehorsam, Armut, (ehelose) Keuschheit – nicht ob, sondern wer wie?

21. Januar 2020

Könnte es sein, dass die gegenwärtigen Diskussionen über den Zölibat (= die Ehelosigkeit der Kleriker) das Thema verfehlen, wenn sie dessem großen Bruder, dem Gehorsam, und dessen größerer Schwester, der Armut, keinerlei Aufmerksamkeit widmen? Wie könnte man das Leben der Kleriker ganz pragmatisch und ohne Beachtung des Rufes Jesu zur vollständigen Hingabe des eigenen Lebens ordnen?

Da sagte er zu ihnen: Kommt her, mir nach! Ich werde Euch zu Menschenfischern machen. Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach.

Matthäus 4, 19f.

Wenn das Verhältnis des Mannes zur Frau so ist, dann ist es nicht gut zu heiraten.

Matthäus 19, 10

Wenn Du vollkommen sein willst, geh, verkauf Deinen Besitz und gib ihn den Armen; und Du wirst einen Schatz im Himmel haben; und komm, folge mir nach!

Matthäus 19, 21

Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wohin er sein Haupt hinlegen kann.

Folge mir nach; lass die Toten ihre Toten begraben!

Matthäus 8, 20f.

Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes.

Lukas 9, 62

Siehe, wir haben alles verlassen und sind Dir nachgefolgt.

Jeder, der um meinetwillen und in des Evangeliums Wille Haus oder Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird das hundertfache dafür empfangen.

Markus 10, 28-30

Zwei Weltkriege haben vor allem in Europa und Asien ungeheure Verluste an Menschenleben gebracht und auf der ganzen Welt eine vielfältige Heimatlosigkeit bewirkt. Danach konzentrieren sich viele Hoffnungen auf den Bereich der geschlechtlichen Partnerschaft. Das überfordert uns.

‚Verbieten oder Erlauben‘ ist möglicherweise die falsche Fragestellung. (Sich) weniger wichtig nehmen (vgl. Johannes XXIII. PP) und stattdessen mehr die Gemeinschaft der Glaubenden mit Jesus suchen, könnte ein Rat aus dem Evangelium sein; eine Dispens von der Ganzhingabe des Lebens ist im Evangelium nicht vorgesehen.

Dann stellt sich wohl am Ende heraus, dass Gehorsam und Armut in mancher Hinsicht Vater und Mutter der Ehelosigkeit sind.

Für Menschen ist das unmöglich, für Gott aber ist alles möglich.

Matthäus 19, 26
Die Eucharistie ist die Hingabe des Lebens. – Marne Januar 2020 – (c) Oliver Meik

Darstellung des Herrn – Maria Lichtmess

6. Februar 2015

Mitschnitt aus dem Hochamt in der Pfarrkirche Christus König zu Husum: