†P. Karl Schmickler SAC (18. August 1939 – 8. Mai 2020)

Der dritte Pfarrer von Heilig-Geist, Hamburg-Farmsen – mein dritter Heimatpfarrer. Aus dem Nachruf der Pallottiner: “ Karl war der Sohn von Peter Schmickler, einem Westerwälder, der im Winzerverein Unkel als Kellermeister arbeitete. Die Mutter Clementine hatte Wein- und Obstlagen mit in die Ehe gebracht. …

Im Februar 1985 ereilte ihn ein überraschender Auftrag: Von 1903 bis 1996 betreuten Pallottiner aus Deutschland die St. Bonifatius-Gemeinde in London. Der Provinzial bat P. Schmickler, die Deutschen-Seelsorge in der britischen Hauptstadt zu übernehmen. …

1990 kehrte P. Schmickler nach Deutschland zurück und wurde zunächst Kaplan in der Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Hamburg-Rahlstedt und ab 1992 Pfarrer der Heilig-Geist-Gemeinde im benachbarten Stadtteil Farmsen. Wieder machte er die Kirche zu einem Mittelpunkt lebendiger, manchmal unkonventioneller Liturgie, so dass das Gotteshaus entgegen dem Trend der Zeit erweitert werden musste. 

Nach 18 Jahren gibt P. Schmickler die Pfarrseelsorge auf und wechselt in die Gästebetreuung des Pallottihauses in Freising. Trotz seiner angeschlagenen Gesundheit nimmt er 2013 die Herausforderung an und geht in das Gästehaus der Pallottiner in Meran-Obermais. …

Schweren Herzens ging er aus gesundheitlichen Gründen 2017 zurück nach Freising und wechselte 2018 in die Seniorenstation nach Limburg. …

Mit P. Karl Schmickler verlieren wir einen Mitbruder, der überall, wo er wirkte, mit seiner rheinischen Natur und seiner eher leisen Art eine gute, gastfreundliche Atmosphäre entstehen ließ. Durch seine künstlerischen und handwerklichen Fähigkeiten brachte er sich an jedem Ort gestalterisch und damit nachhaltig ein. Er war ein überaus fleißiger Mann. Seine Seelsorge war vom Geist Vinzenz Pallottis geprägt und kommt in einem Satz zu Beginn seiner Tätigkeit in Farmsen gut zum Ausdruck: „Ich möchte hier nicht Pfarr-Herr sein, sondern alle einladen, mitzuwirken, damit ein Bewusstsein entsteht, dass jede und jeder sich als wichtiger Teil der Gemeinde weiß.“ Hz

Am Freitag, 15. Mai 2020 wird er beigesetzt werden.

Requiem aeternam dona ei, Domine. – Herr, gib ihm die ewige Ruhe.

Requisicat in pacem. – Lass ihn ruhen in Frieden.

„Auf Wiedersehen – denn wir werden uns wiedersehen.“ (sinngemäß P. Schmickler bei Trauergottesdiensten) – (c) Heilig Geist, Hamburg-Farmsen

5. Sonntag der Osterzeit – 10/05/2020

Lesejahr A. Mitschnitt aus der Heiligen Messe bei St. Elisabeth in Hagenow:

Die heilige Elisabeth, Patron der Kirche in Hagenow, in einem Fensterbild der Propstei St. Anna, Schwerin. (c) Oliver Meik

Zurück am Ursprung – Sankt-Ansgar-Schule (SAS)

Die private tägliche Heilige Messe darf ich jetzt in der Kapelle der SAS feiern. Denn die Schule ist geschlossen und hat natürlich auf Heimarbeit umgestellt – einschließlich der sehr regen Schulseelsorge.

Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit, hier – wenn auch nur privat – den Gottesdienst zu feiern. Ich habe auf der SAS meine Gymnasialzeit verbracht. Die Jesuiten dort ermöglichten es uns unproblematisch, zwei Mal im Jahr in dieser Kapelle zu beichten. Manche Andacht oder Heilige Messe hatte dort ihren Ort, beispielsweise In der Fasten- oder Adventszeit. Das alles war für mich sehr wichtig. Und jetzt ist es viel würdiger als bei mir zu Hause. Noch mehr freue ich mich aber auf den Tag, wo wir alle wieder gemeinsam Gottesdienst feiern dürfen! Gott gebe es bald! Ihm sei Dank und Ehre.

Einen herzlichen Dank sage ich auch an alle Beteiligten und alle ‚Heimbeter‘! Ich zähle weiter auf Euch und Eure Gebete.

III. Was ist denn das: Kann ich am Telefon beichten?

Nein. Das geht nicht, meine ich.

Jesus vergibt die Sünden. Nach den Evangelien begegneten ihm Menschen, denen er die Vergebung zusprach (bspw. ein Gelähmter, eine Ehebrecherin, der ‚gute‘ Dieb am Kreuz, vgl. den Sinn des Gleichnisses vom verlorenen Sohn und dem barmherzigen Vater). Eine körperliche Berührung war für die Vergebung der Sünden offensichtlich nicht notwenig. Doch es waren stets beide anwesend: Jesus und der bußfertige Sünder.

Zur Form der Sakramente gehören persönliche Begegnungen.* Zur Begegnung von zwei Personen gehört deren Präsenz an demselben Ort. Das Zweite Vatikanische Konzil hat betont, dass die gemeinschaftliche und liturgische Feier der Sakramente vorzuziehen ist.

Die neue Ordnung für das Sakrament der Versöhnung betont sowohl bei der Einzelbeichte als auch bei der gemeinschaftlichen Feier mit Einzelbekenntnissen und Einzellossprechungen die liturgische Form. Genauso ist es auch bei der Feier der Kranken- oder Sterbesakramente vorgesehen. Wenn es nicht anders möglich ist, kann im äußersten Notall (unmittelbare Todesgefahr) die Form der Beichte auf die Absolution, die Zusage der Vergebung gekürzt werden. Es bleibt aber der Charakter einer persönlichen Begegnung notwendig erhalten: Der Beichtvater spricht über einem bei ihm zugegenen reumütigen Gläubigen die Worte der Vergebung – selbst dann, wenn der Beichtende nicht mehr die Möglichkeit hat, sein Bekenntnis und seine Reue in Worte zu fassen.

„Gott gewährt dem Sünder, der durch das sakramentale Sündenbekenntnis vor dem Diener der Kirche seine Bekehrung zum Ausdruck bringt, Verzeihung durch das Zeichen der Lossprechung. So wird das Bußsakrament vollendet. Denn nach der göttlichen Ordnung des Heils, in der die Güte und Menschenliebe Gottes, unseres Retters, erschienen ist (Tit 3, 4f.), will uns Gott durch sichtbare Zeichen das Heil mitteilen und seinen Bund mit uns erneuern.“ (Die Feier der Buße, Nr. 6. d))

Sakramente sind gegenwärtige Zeichen des persönlichen Heils. Sie sind nicht identisch mit den Rechtsakten oder Funktionshandlungen, die aus ihnen hervorgehen oder mit ihnen verbunden sind. Dass ein Priester im äußersten Notfall (unmittelbare Todesgefahr) versuchen mag, auch noch unter der Zuhilfenahme eines Telefons bedingungsweise eine sakramentale Vergebung zu ermöglichen, zeichnet ihn und seinen Glauben aus. Gottes Barmherzigkeit verpflichtet uns alle, für die Rettung eines Sünders bis an die äußersten Grenzen des uns Möglichen zu gehen. Der Priester entscheidet im Einzelfall, was „unter Wahrung der kanonischen Billigkeit und das Heil der Seelen vor Augen, das in der Kirche immer das oberste Gesetz sein muß“ (CIC 1983 Can. 1752), angemessen ist. Und er verantwortet es am Ende allein vor Gott, mittelbar aber auch gegenüber den kirchlichen Oberen und den weltlichen Autoritäten.

Wie das Rituale sieht auch das Kirchenrecht EINEN Ort für die hl. Beichte vor. (CIC 1983 Can. 964) Es ist der Beichtstuhl in der Kirche, außerhalb dessen „Beichten nur aus gerechtem Grund entgegen genommen werden.“ (Ebd. § 3) Der CIC sieht nicht zwei Orte vor, einen für den Beichtiger und einen für den Pönitenten (Beichtenden), sondern nur EINEN gemeinsamen Ort für beide.

Die Apostolische Pönitenziarie hielt 2002 fest: „Der Gebrauch technischer Mittel (Fax, Internet, e-mail usw.) …“ ist bei der Spendung des Bußsakramentes nicht zuzulassen. Es könnte sonst dazu kommen, dass „die konstitutiven oder wesentlichen Elemente des Bußsakramentes (Sakramentalität, physische Unmittelbarkeit der Subjekte [immediatezza fisica dei soggetti], Dialog, auch psychologische Folgewirkung)“ verletzt werden.

Die physische Unmittelbarkeit ist als ein Wesenselement des Bußsakramentes bezeichnet. Sie ist bei einem Telefonat, selbst per Skype usw., offensichtlich nicht gegeben. Niemand wird normalerweise sagen wollen, dass beide Enden des Telefonats an demselben Ort sind. Das Telefon verbindet in der Regel Menschen an verschieden Orten. Das macht Skype usw. für uns so nützlich, wenn wir zu Hause bleiben sollen. Wenn nicht eine „physische Unmittelbarkeit“ auf andere Weise entsteht, kann nur durch eine Stimmen- oder Bildübermittlung offensichtlich keine sakramentale Sündenvergebung erreicht werden. Ein Priester wäre gut beraten, es auch nicht zu versprechen.

Braucht es einen Priester zur Vergebung der Sünden im extremen Notfall?

Nein. Das braucht es nicht. Denn die Sünden vergibt Gott um der Reue willen. Die braucht es immer. Sakramente enthalten keine ‚Magie‘. Sie sind ein Gottesdienst, eine gebetete Heilszusage Gottes. Wer kann, soll beichten. Wer wegen erheblicher Hindernisse nicht zu einem Priester kommen kann, darf es sich vornehmen erst dann, falls es ihm wieder möglich sein sollte, alles zu beichten. Wenn er die Sehnsucht nach dem Sakrament hat, wird ihm sicher auch dann vergeben, falls er vor seinem Tode keinen Priester mehr erreichen kann. Ein Priester per Telefon oder ein umstehender Freund oder Verwandter könnten dabei helfen, die Sünden möglichst vollkommen zu bereuen. Auch wegen der Abhörgefahr soll aber ein Sündenbekenntnis am Telefon nicht erfolgen oder kann sogar weitgehend untersagt sein (Schutz des Beichtgeheimnisses).

Unmögliches wird von niemandem verlangt. Gott ist barmherzig. Nach der Zusage der Evangelien interessiert er sich in erster Linie für unsere persönliche Bekehrung. Die Sakramente dürfen uns das zusagen. Formalien sollen uns dabei helfen. Zur Not in extremis geht es aber auch ohne. Dank sei Gott!

(Kontakt für priesterliche Dienste / to contact for priestly services / contattare per servici presbiterali)

Der barmherzige Jesus im Sakrament und im Ursprungsbild nach der Vision der Schwester Faustina von Eugeniusz Kazimirowski, Heiligtum der Göttlichen Barmherzigkeit, Vilnius. (c) Beim Photographen

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*Bei der Ehe gibt es die Möglichkeit eines Stellvertreters, weil sie durch den Konsens der Brautleute geschlossen wird. Der Konsens selbst wird aber vor Ort erfragt und abgegeben. Die Ehe kommt an einem Ort zustande. Die Kommunion kann durch jemand anderen als den Spender überbracht werden. Trotzdem feierte jemand, der nicht im Gottesdienst wäre, die Eucharistie nicht mit; er empfinge die Kommunion, ohne an der Heiligen Messe teilzunehmen. Beides ist für die hl. Beichte nicht vorstellbar; deren Voraussetzung ist das aktuelle Bekenntnis eines Reumütigen und die gegenwärtige Zusprechung der Versöhnung durch einen Priester:

„Danach bringt der Gläubige, der gebeichtet hat, seine Reue und seinen Vorsatz durch ein Gebet zum Ausdruck, in dem er Gott, den Vater, um Verzeihung bittet. Es sollte ein Gebet sein, das sich auf Texte der Heiligen Schrift stützt.

Nach diesem Gebet streckt der Priester seine Hände – oder wenigstens die Rechte – über das Haupt des Gläubigen aus und spricht die Absolution, deren wesentliche Worte lauten:

ICH SPRECHE DICH LOS VON DEINEN SUNDEN IM NAMEN DES VATERS UND DES SOHNES UND DES HEILIGEN GEISTES.

Während der Priester diese Worte spricht, macht er das Kreuzzeichen über den Gläubigen. Die Absolutionsworte … weisen darauf hin, daß die Versöhnung von Gott, dem barmherzigen Vater, ausgeht; sie zeigen den Zusammenhang der Versöhnung des Sünders mit dem Tod und der Auferstehung Christi auf; sie heben das Wirken des Heiligen Geistes bei der Vergebung der Sünden hervor; sie rücken schließlich auch den kirchlichen Charakter des Sakramentes ins Licht, insofern die Versöhnung mit Gott durch den Dienst der Kirche erbeten und gewährt wird.“ (Die Feier der Buße, Nr. 19)

  • Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil. Vor allem: „Lumen Gentium“ Nr. 26: AAS 57 (1965) u. „Sacrosanctum Concilium“ Nr. 7: AAS 56 (1964)
  • Vgl. Die Feier der Buße nach dem neuen Rituale Romanum. Studienausgabe. Hgg. von den Liturgischen Instituten Salzburg, Trier und Zürich. Einsiedeln u. a. 1974.
  • Vgl. Die Feier der Krankensakramente. Hgg. im Auftrag der Bischofskonferenzen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, sowie der (Erz-)Bischöfe von Bozen-Brixen, Lüttich, Luxemburg und Straßburg. Freiburg u. a. 2. Aufl. 1999.
  • Codex Iuris Canonici (CIC) 1983 Cann. 959-991.1752.
  • Penitenzieria Apostolica: Lettera circolare riguardante la non ammissibilità dei moderni mezzi di comunicazione nei ricorsi riguardanti materie tutelate dal sigillo sacramentale. 23. Oktober 2002. Prot. N. 500/02. In: Enchiridion Vaticanum 21, S. 930)

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Dies ist die Fortsetzung der kleinen Serie zu verschieden Fragen, die mich erreichten. Bisher erschienen:

II. Was ist denn das: Don Abbondio und Papst Franziskus?

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Papst Franziskus lobte den Klerus der Lombardei: „In diesem Augenblick geht in Mailand die Messe zu Ende, die der Herr Erzbischof in der Poliklinik für die Kranken, die Ärzte, die Krankenpfleger und die Ehrenamtlichen feiert. Der Herr Erzbischof ist seinem Volk und auch Gott im Gebet nahe. Mir kommt das Foto von letzter Woche in den Sinn: er allein auf dem Dach des Domes im Gebet zur Muttergottes. Ich möchte auch allen Priestern, der Kreativität der Priester, danken. Aus der Lombardei erhalte ich viele Neuigkeiten über diese Kreativität. Es stimmt, die Lombardei wurde hart getroffen. Priester, die sich tausenderlei Wege ausdenken, um dem Volk nahe zu sein, damit das Volk sich nicht verlassen fühlt; Priester mit apostolischem Eifer, die gut verstanden haben, dass man in Zeiten der Pandemie kein »Don Abbondio« sein sollte.“ (Angelus, 15. März 2020)

‚Don Abbondio‘ (‚abundus‘ lateinisch: ‚übervoll‘, ‚üppig‘) heißt die Figur eines Priesters, der vor allem auf seinen persönlichen Besitzstand achtet. Er fürchtet sich vor den Menschen, um seine gesellschaftliche Stellung, um seine Wohlstand und allgemein jedes Risiko und alle Gefahren. Deswegen traut er sich in der Zeit einer Seuche nicht, zwei Verlobte zu trauen, obwohl er alleine das könnte. Gleichzeitig traut er sich auch nicht, dass offen auszusprechen und seine Angst zuzugeben. So sucht er alle möglichen Ausflüchte, um die Sakramentenspendung nicht durchführen zu müssen. Don Abbondino lebt literarisch in dem Romans I Promessi Sposi (italienisch: ‚Die Verlobten‘ oder ‚Die Brautleute‘) von Alessandro Mazoni (1785-1863). Alle italienischen Schulkinder müssen dieses Buch in der Schule lesen; sie tun es mehr oder weniger …

Sozusagen dagegen liess am letzten Freitag Papst Franziskus das Evangelium vom Sturm auf dem See (Lukas 4) verkünden: „»Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?« Herr, du appellierst an uns, du appellierst an den Glauben. Nicht nur an den Glauben, dass es dich gibt, sondern an den Glauben, der uns vertrauensvoll zu dir kommen lässt. […] Es ist nicht die Zeit deines Urteils, sondern unseres Urteils: die Zeit zu entscheiden, was wirklich zählt und was vergänglich ist, die Zeit, das Notwendige von dem zu unterscheiden, was nicht notwendig ist. Es ist die Zeit, den Kurs des Lebens wieder neu auf dich, Herr, und auf die Mitmenschen auszurichten. Und dabei können wir auf das Beispiel so vieler Weggefährten schauen, die in Situationen der Angst mit der Hingabe ihres Lebens reagiert haben. Es ist das Wirken des Heiligen Geistes, das in mutige und großzügige Hingabe gegossen und geformt wird. Es ist das Leben aus dem Heiligen Geist, das in der Lage ist, zu befreien, wertzuschätzen und zu zeigen, wie unser Leben von gewöhnlichen Menschen – die gewöhnlich vergessen werden – gestaltet und erhalten wird, die weder in den Schlagzeilen der Zeitungen und Zeitschriften noch sonst im Rampenlicht der neuesten Show stehen, die aber heute zweifellos eine bedeutende Seite unserer Geschichte schreiben: Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger, Supermarktangestellte, Reinigungspersonal, Betreuungskräfte, Transporteure, Ordnungskräfte, ehrenamtliche Helfer, Priester, Ordensleute und viele, ja viele andere, die verstanden haben, dass niemand sich allein rettet.“ (Predigt Papst Franziskus beim Gebet in der Pandemie, 27. März 2020, Hervorhebungen vom Bearbeiter)

Der Papst möchte – bei aller Klugheit und Vorsicht und im Rahmen der öffentlichen Ordnung – unsere Kreativität, unsere Hingabe und unseren Einsatz für die Mitmenschen und gegen die Angst der Epidemie-Zeit.

(Kontakt für priesterliche Dienste / to contact for priestly services / contattare per servici presbiterali)

Dies ist eine Fortsetzung der kleinen Serie zu den verschieden Fragen, die mich erreichen. Bisher ist erschienen:

Teil 1: Was ist denn das: ein Ablass heute?

Karl Kardinal Borromäus (Carlo Cardinale Borromeo) rügt Don Abbondio. – Francesco Gonin (1808-1889). Ausgabe 1840 von I Promessi Sposi. (c) public domain

Sonntag: Seelsorge und Weihwasser

An diesem Sonntag werde ich mir nach der privaten Heiligen Messe Zeit für seelsorgliche Anliegen nehmen. Bei Bedarf erbitte ich vorher eine telefonische Absprache unter +49 (0) 4841 8081039. Diese Nummer ist auf mein privates Telefon durchgestellt.

Ich habe auch 0,1 l Plastikfläschchen mit Dosierspitze erhalten, die ich mit Weihwasser befüllen kann. Ich stelle mir vor, dass es möglich sein könnte, sie Einweg so abzugeben, dass die vorgeschriebene hygienische Distanz gewahrt bleibt, keine zusätzlichen Begegnungen entstehen und Übertragungen von Viren ausgeschlossen sind. Die Fläschchen haben Schraubverschluss und Dosierspitze. Sie können bequem in der Tasche mitgeführt werden, beim Betreten heiliger Orte oder zu Hause beispielsweise beim morgendlichen Kreuzzeichen eingesetzt werden. Das bewußte Kreuzzeichen am Morgen war eine wiederholte Empfehlung Erzbischof Werner Thissens zum Einstieg in den Tag. Es kann eine Bitte um Schutz und Kraft sein.

Übrigens: Wußten Sie es? Segnungen sind auch auf Entfernungen möglich, im Gegensatz zu Sakramenten.

Aktualisiert: Sonntagsmesse / Sunday Mass / Messa domenicale

In der jetzigen Zeit bete ich besonders für alle, denen keine heilige Messe zugänglich ist. Da ich keine Kirche habe, feiere ich die Eucharistie an diesem Sonntag nur privat am würdigsten Ort bei mir zu Hause. Der ist inzwischen in einen eigenen Raum übergegangen. Ich habe eine Reihe sehr positiver Rückmeldungen bekommen. Deswegen setzte ich diesen kleinen Dienst, den ich Euch und Ihnen tun darf, an diesem Sonntag fort.

Wenn ich gegen 10 Uhr für etwa eine halbe Stunde an den Altar trete, könnt Ihr in Christus Jesus meine besondere Verbundenheit und Nähe zu Euch spüren, ganz gleich, wo Ihr seien werdet. Gott erhalte und + segne Euch in aller Not. Er bewahre Euch vor allem Übel.

At the present time, I am praying especially for all who don’t have Holy Mass. Since I don’t have a church, this Sunday I only celebrate the Eucharist privately at the most worthy place at home, which became a proper room by now.
When I go to the altar for about half an hour around 10 a.m., you may be assured of my special intercession and closeness to you in Christ Jesus, no matter where you’ll be staying. God preserve and + bless you in all hardship. May he keep you free from all evil.

Nel tempo presente prego soprattutto per tutti coloro che non hanno la possibilitá di partecipare alla Santa Messa. Dato che non ho una chiesa, questa domenica celebro l’Eucaristia solo privatamente nel luogo più degno di casa mia, diventata allora una stanza sua.
Quando salgo all’altare intorno alle 10 del mattino per circa mezz’ora, potete sentire la mia speciale intercessione e vicinanza a Voi in Cristo Gesù trascorrendo tutte distanze. Dio Vi protegga e + vi benedica in ogni tribulazione. Da ogni male vi conserva.

Nachtanbetung mit „nightfever“ im Mariendom, Hamburg – (c) Oliver Meik

Epidemie Covid-19: Ein ‘geistlicher Lieferdienst’? / ‘Spiritual Home-delivery’? / Un ‘servizio di consegna spirituale a domicilio’?

Es lassen sich bei der Abstimmung mehrere Optionen gleichzeitig auswählen. / You can chose different options at the same time in your vote. / Si puo sceligere vari opzioni nello stesso voto.

Ich mache mir Gedanken darüber, wie wir den Menschen beistehen können, die nicht mehr auf die gewohnte Weise Sakramente und Sakramentalien in der Kirche empfangen können. Lebensmittel und Medikamente werden nach Hause geliefert. Aber unsere geistlichen Hilfsmittel? Was meint Ihr, sollten wir für die Zeit der Krise durch die Epedemie Covid-19 einen Hauslieferdienst aufbauen? Gibt es Priester, Mitarbeiter, Kommunionhelfer oder Gemeinden, die sich Beteiligen würden, sowohl motorisiert als auch bei voller Gesundheit sind und keiner Risikogruppe angehören?

Natürlich sind hauptsächlich die Pfarreien zuständig; aber könnte eine Unterstützung sinnvoll sein?
Bitte nutzt die Abstimmung und die Kommentarfunktion für Eure Vorschläge. Eine private Nachricht an mich ist über das Kontaktformular möglich.

English: I am wondering how we can be available for those, who can no longer receive sacraments and sacramentals in their Church in the usual way. Groceries and medicines are delivered to your home. But our spiritual aids? What do you think, should we set up a home delivery service for the time of the crisis through the epidemic Covid-19? Are there priests, co-workers, extraordinary ministers of communion or communities who would participate, who are motorized and in good health and do not belong to any risk group?

Certainly first of all it’s the parishes responsibility; but could additional coordination be helpful?
Please use the voting and comment functions for your suggestions. A private message to me is possible via the contact form.

Italiano: Mi chiedo come possiamo farci disponibili per coloro che non possono più ricevere sacramenti e sacramentali nelle loro Chiese al modo solito. Alimentari e medicinali vengono consegnati a casa tua. Ma i nostri aiuti spirituali? Cosa ne pensi, dovremmo istituire un servizio di consegna a domicilio per il tempo della crisi attraverso l’epidemia Covid-19? Ci sono sacerdoti, collaboratori, ministri straordinari di comunione o comunità che parteciperebbero, che sono motorizzati e in buona salute e non appartengono ad alcun gruppo a rischio?

Certo che é la responsabillitá delle parrocchie; ma una coordinazione additiva potrebbe rendersi utile?
Si prega di utilizzare le funzioni di voto e commento per i propri suggerimenti. Un messaggio privato per me è possibile tramite il modulo di contatto.

3. Sonntag der Fastenzeit – 15/03/2020

Lesejahr A. Eine improvisierte Studioaufnahme aus Hamburg gibt verschiedene Impulse zum Fastensonntag:

Ein Bild aus der Krypta des St. Mariendoms zu Hamburg: Zentral in der Mitte wird eine Kreuzesreliquie aufbewahrt. Es stehen zur Linken Maria und zur Rechten Johannes, die im Liebestod Jesu das Wasser des Lebens empfangen. Jesus, der den Willen des Vaters ganz erfüllt, starb stellvertretend für uns am Kreuz auf einem Berg bei Jerusalem. Das war der Ort des Tempels: „… denn das Heil kommt von den Juden.“ (Joh 4, 22) (c) Oliver Meik

Erste Fastenpredigt in der Propstei St. Anna, Schwerin, AD 2020 – 08/03/2020

Lesung: Lukas 4, 31-37. Die Fastenpredigt zu „Macht und Vollmacht Christi“ in der Reihe der Propstei St. Anna zu Schwerin AD 2020:

Dazu experimentell ein Mitschnitt der gesamten Fastenandacht zum Mitbeten in ‚Zeiten des Virus‘, aber in gemischter Qualität:

Das Bildnis des Sel. Niels Stensen im Fenster links vor dem Altar von St.Anna in Schwerin. (c) Oliver Meik