5. Sonntag der Osterzeit – 10/05/2020

10. Mai 2020

Lesejahr A. Mitschnitt aus der Heiligen Messe bei St. Elisabeth in Hagenow:

Die heilige Elisabeth, Patron der Kirche in Hagenow, in einem Fensterbild der Propstei St. Anna, Schwerin. (c) Oliver Meik

II. Was ist denn das: Don Abbondio und Papst Franziskus?

1. April 2020

(Kontakt für priesterliche Dienste / to contact for priestly services / contattare per servici presbiterali)

Papst Franziskus lobte den Klerus der Lombardei: „In diesem Augenblick geht in Mailand die Messe zu Ende, die der Herr Erzbischof in der Poliklinik für die Kranken, die Ärzte, die Krankenpfleger und die Ehrenamtlichen feiert. Der Herr Erzbischof ist seinem Volk und auch Gott im Gebet nahe. Mir kommt das Foto von letzter Woche in den Sinn: er allein auf dem Dach des Domes im Gebet zur Muttergottes. Ich möchte auch allen Priestern, der Kreativität der Priester, danken. Aus der Lombardei erhalte ich viele Neuigkeiten über diese Kreativität. Es stimmt, die Lombardei wurde hart getroffen. Priester, die sich tausenderlei Wege ausdenken, um dem Volk nahe zu sein, damit das Volk sich nicht verlassen fühlt; Priester mit apostolischem Eifer, die gut verstanden haben, dass man in Zeiten der Pandemie kein »Don Abbondio« sein sollte.“ (Angelus, 15. März 2020)

‚Don Abbondio‘ (‚abundus‘ lateinisch: ‚übervoll‘, ‚üppig‘) heißt die Figur eines Priesters, der vor allem auf seinen persönlichen Besitzstand achtet. Er fürchtet sich vor den Menschen, um seine gesellschaftliche Stellung, um seine Wohlstand und allgemein jedes Risiko und alle Gefahren. Deswegen traut er sich in der Zeit einer Seuche nicht, zwei Verlobte zu trauen, obwohl er alleine das könnte. Gleichzeitig traut er sich auch nicht, dass offen auszusprechen und seine Angst zuzugeben. So sucht er alle möglichen Ausflüchte, um die Sakramentenspendung nicht durchführen zu müssen. Don Abbondino lebt literarisch in dem Romans I Promessi Sposi (italienisch: ‚Die Verlobten‘ oder ‚Die Brautleute‘) von Alessandro Mazoni (1785-1863). Alle italienischen Schulkinder müssen dieses Buch in der Schule lesen; sie tun es mehr oder weniger …

Sozusagen dagegen liess am letzten Freitag Papst Franziskus das Evangelium vom Sturm auf dem See (Lukas 4) verkünden: „»Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?« Herr, du appellierst an uns, du appellierst an den Glauben. Nicht nur an den Glauben, dass es dich gibt, sondern an den Glauben, der uns vertrauensvoll zu dir kommen lässt. […] Es ist nicht die Zeit deines Urteils, sondern unseres Urteils: die Zeit zu entscheiden, was wirklich zählt und was vergänglich ist, die Zeit, das Notwendige von dem zu unterscheiden, was nicht notwendig ist. Es ist die Zeit, den Kurs des Lebens wieder neu auf dich, Herr, und auf die Mitmenschen auszurichten. Und dabei können wir auf das Beispiel so vieler Weggefährten schauen, die in Situationen der Angst mit der Hingabe ihres Lebens reagiert haben. Es ist das Wirken des Heiligen Geistes, das in mutige und großzügige Hingabe gegossen und geformt wird. Es ist das Leben aus dem Heiligen Geist, das in der Lage ist, zu befreien, wertzuschätzen und zu zeigen, wie unser Leben von gewöhnlichen Menschen – die gewöhnlich vergessen werden – gestaltet und erhalten wird, die weder in den Schlagzeilen der Zeitungen und Zeitschriften noch sonst im Rampenlicht der neuesten Show stehen, die aber heute zweifellos eine bedeutende Seite unserer Geschichte schreiben: Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger, Supermarktangestellte, Reinigungspersonal, Betreuungskräfte, Transporteure, Ordnungskräfte, ehrenamtliche Helfer, Priester, Ordensleute und viele, ja viele andere, die verstanden haben, dass niemand sich allein rettet.“ (Predigt Papst Franziskus beim Gebet in der Pandemie, 27. März 2020, Hervorhebungen vom Bearbeiter)

Der Papst möchte – bei aller Klugheit und Vorsicht und im Rahmen der öffentlichen Ordnung – unsere Kreativität, unsere Hingabe und unseren Einsatz für die Mitmenschen und gegen die Angst der Epidemie-Zeit.

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Dies ist eine Fortsetzung der kleinen Serie zu den verschieden Fragen, die mich erreichen. Bisher ist erschienen:

Teil 1: Was ist denn das: ein Ablass heute?

Karl Kardinal Borromäus (Carlo Cardinale Borromeo) rügt Don Abbondio. – Francesco Gonin (1808-1889). Ausgabe 1840 von I Promessi Sposi. (c) public domain

I. Was ist denn das: ein Ablass heute?

28. März 2020

Mich erreichen verschiedene Anfragen. Ich mache dazu eine kleine Serie.

Ein Ablass (indulgentia = ‚Straferlass‘) vergibt keine Sünden. Hat er noch nie. Man kann ihn nicht kaufen – konnte man noch nie (ja, es gab Missbrauch). Der Ablass ist eine Hilfe, eine geistliche Zuwendung der Kirche, eine wirksame Solidarität. Er dient zur gemeinsamen Bewältigung der Auswirkungen persönlicher Schuld, sozusagen des angerichteten ‚Schadens‘. Jesus, die Heiligen und die ganze Kirche beten für Dich, damit die Folgen Deiner Sünden geheilt werden, die sogenannten ‚Südenstrafen‘. Sie tun das immer; aber im Ablass wird es Dir besonders, persönlich und konkret zugesagt. Das geschieht durch den Heiligen Vater, den jeweilige Papst der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche, als Stellvertreter Christi. Er ist der Nachfolger des heiligen Petrus, dem Jesus die Vollmacht gab ‚zu binden und zu lösen, im Himmel wie auf Erden‘ (vgl. das Evangelium nach Matthäus 16, 18). Der Papst möchte Dir helfen, Dich auf Gottes gnadenreiches Wirken einzulassen und Dich durch konkrete Gebete und Liebeswerke mit Jesus und der Kirche vollkommen zu verbinden.

Aus eigener Kraft ist es unmöglich, alles wieder in Ordnung zu bringen. Was bedeuteten unsere Bußen gegen das, was wir mit unseren Sünden angerichtet haben? Habe keine Angst! Jesus, die Heiligen, die ganze Kirche betet für Dich — durch ihr und unser gemeinsames Gebet und alle Verdienste der Kirche darf ein bußfertiger Beter erfahren, dass die Folgen der Sünde bei ihm bewältigt sind, dass ihm alle ‚Strafen‘ erlassen sind. Das ist der Ablass. Man kann ohne ihn zum Himmel kommen. Niemand muss ihn erwerben. Aber er ist ein starkes Hilfsmittel, um frei zu werden von den Auswirkungen des Bösen in meinem Leben. Die hl. Taufe (= Befreiung aus der Abhängigkeit von der Ursünde zur Kindschaft Gottes), die hl. Kommunion (= die volle Gemeinschaft mit Gott und der Kirche) und darauf hin geordnet die hl. Beichte (= das Bekenntnis und die Vergebung der Sünden) sind viel wichtiger, häufig sogar heilsentscheidend. Sie sind die Grundvoraussetzungen für den Ablass. Wenn es anders nicht möglich ist, kann für einen Ablass der Wunsch genügen, Beichte und Kommunion so bald als möglich nachzuholen. Bei einem Sterbenden kann schon die Sehnsucht nach den Sakramenten genügen. Die Priester sind verpflichtet den Sterbenden den Apostolischen Segen zu spenden. Der ist – wie sonst beim feierlichen Papstsegen – immer mit einem vollkommenen Ablass verbunden, sofern die Voraussetzungen dafür gegeben sind.

Die Voraussetzungen für einen Ablass sind 1. eine heilige Beichte zur Vergebung der Sünden und 2. der Empfang der heiligen Kommunion im zeitlichen Zusammenhang vor oder nach dem Ablass. Dazu kommt, 3. in der Meinung des Heiligen Vaters zu beten. Das kann beispielsweise ein Credo, ein Vater unser und ein Gegrüßet seist Du Maria sein, dass ich Gott in den Anliegen anvertraue, die dem Papst wichtig sein mögen. (Und die ich nicht unbedingt kennen muss, um dafür zu beten – ich kann mir einfach für die konkreten Gebete allgemein vornehmen, damit vor Gott zu unterstützen, wofür auch der Papst betet).

Ein Ablass wird vollkommen erworben, wenn der Betende von jeder Anhänglichkeit an die Sünde frei ist: also im Augenblick keinen Wunsch und keine Neigung hat, konkrete Sünden wiederum zu begehen. Ansonsten ist er ein Teilablass: Das heißt er wirkt unterstützend, aber etwas fehlt an ihm noch, wenn an meiner Reue auch etwas fehlt.

Allein die Reue bewirkt die Vergebung der Sünden bei Jesus, nicht der Papst oder der Priester. Diese sind bei der Absolution (Lossprechung von den Sünden) in der Beichte nur das Hilfsmittel, dessen Jesus sich bedient um sein Werk an dem zu tun, der aufrichtig umkehrt und alle seine Sünden bekennt. Je vollkommener ich mich dabei von meinen Sünden distanziere, umso wirksamer kann Gott auf das Gebet der Kirche hin die Folgen meiner Sünden tilgen.

Der Papst eröffnet durch die Apostolische Pönitentiarie verschiedene Möglichkeiten zum vollkommenen Ablass. So hat er es auch für die von den Auswirkungen der Epidemie Covid-19 besonders betroffenen Christen getan:

„Ein vollständiger Ablass wird den von Coronavirus betroffenen Gläubigen gewährt, die auf Anordnung der Gesundheitsbehörde in Krankenhäusern oder in ihren eigenen vier Wänden unter Quarantäne gestellt werden, wenn sie sich – die Seele von jeder Sünde losgelöst – unter Zuhilfenahme der Medien der Feier der Heiligen Messe oder [es genügt eins der aufgezählten Gebete!] der Göttlichen Liturgie geistlich verbinden, den Heiligen Rosenkranz oder den Hymnus Akàthistos an die Mutter Gottes beten, oder die fromme Übung des Kreuzwegs [Via Crucis] oder das Ufficium Paràklisis an die Mutter Gottes oder andere Gebete der jeweiligen östlichen Traditionen, auch andere Formen der betenden Verehrung oder wenn sie zumindest das Glaubensbekenntnis, das Vaterunser und eine fromme Anrufung der heiligen Jungfrau Maria rezitieren, mit der Absicht, es aufzuopfern im Geiste des Glaubens an Gott und der Nächstenliebe gegenüber den Brüdern und Schwestern und mit dem Willen zur Erfüllung der üblichen Bedingungen (sakramentale Beichte, Eucharistische Kommunion und Gebet in der Meinung des Heiligen Vaters), sobald es ihnen möglich ist.

Die Angehörigen des Gesundheitsdienstes [Pfleger, Ärzte usw.], Familienmitglieder und alle anderen, die nach dem Vorbild des Barmherzigen Samariters handeln, sind dem Risiko einer Ansteckung ausgesetzt. Sie helfen den durch den Coronavirus Erkrankten nach den Worten des göttlichen Erlösers: «Niemand hat eine größere Liebe als der, der das eigene Leben gibt für seine Freunde» (Joh 15,13). Sie erwirken sich durch ihren Dienst unter denselben Bedingungen ebenfalls die Zuwendung eines vollkommenen Ablasses.

Darüber hinaus gewährt diese Apostolische Pönitentiarie anlässlich der gegenwärtigen weltweiten Epidemie bereitwillig einen vollkommenen Ablass unter denselben Bedingungen, selbst jenen Gläubigen, die das Allerheiligste Sakrament oder [es genügt eins der aufgezählten Gebete!] eine eucharistischen Anbetung besuchen oder wenigstens eine halbe Stunde lang in der Heiligen Schrift lesen, den heiligen Rosenkranz oder den Hymnus Akàthistos an die Mutter Gottes oder die fromme Übung des Kreuzwegs [Via Crucis] oder den Gebetskranz der göttlichen Barmherzigkeit oder das Ufficium Paràklisis an die Mutter Gottes oder in anderen geeigneten Formen die jeweiligen östlichen Traditionen beten, um vom allmächtigen Gott das Ende der Epidemie, Tröstung und Erleichterung für diejenigen, die davon betroffen sind, und die ewige Errettung derer, die der Herr zu sich gerufen hat, zu erbitten.

Die Kirche betet für diejenigen, denen es unmöglich ist, das Sakrament der Krankensalbung und die Wegzehrung [Viaticum / Kommunion in Todesgefahr] zu empfangen, indem sie jeden Einzelnen aufgrund der Gemeinschaft der Heiligen der göttlichen Barmherzigkeit anvertraut und dem Getreuen einen vollkommenen Ablass im Augenblick des Todes gewährt, wenn er recht bereitet ist und während seines Lebens gewohnheitsmäßig einige Gebete sprach (in diesem Fall gleicht die Kirche die drei üblichen Bedingungen aus). Um diesen vollkommenen Ablass zu erreichen, wird als Mittel die Verwendung eines Kruzifixes oder eines Kreuzes empfohlen (vgl. Enchiridion admentiarum, Nr. 12).“

Meine provisorische Übersetzung von: Decreto della Penitenzieria Apostolica circa la concessione di speciali Indulgenze ai fedeli nell’attuale situazione di pandemia, 19.03.2020
Sie ist lichtreich, prachtvoll, bunt, hoch und möglicherweise Geschmacksache: aber in der Mitte von all dem ragt das Kruzifix auf, das Antlitz des gekreuzigten Jesus. Die Asamkirche St. Johann Nepomuk in München Februar AD 2020. (c) Oliver Meik

Passionssonntag AD 2020/ Passion Sunday / Domenica della passione

27. März 2020

„Selbe Stelle, selbe Welle!“ ist ein Spruch aus der Radiozeit. – An diesen Sonntag werde ich es wie an den vergangenen halten. (Seelsorge möglichst telefonisch oder per Skype)

Ich danke Euch, dass Ihr für mich betet! Ich bete für Euch besonders die Heiligen Messen. Wir sind eine große Familie. Jede Heilige Messe wird für die ganze Kirche auf der Erde und die Verstorbenen im Purgatorium gefeiert. Und alle Engel und Heiligen feiern mit. Die Zahl der Teilnehmer ist nebensächlich. Die kleine hl. Messe auf der Missionsstation ist ebenso wirksam wie die feierlichste Papstmesse oder eben sogar die einzelnen Feier eines Priesters in der Einsamkeit. Wir beten füreinander. Die Heiligen und die Engel beten für uns. Wir beten für unsere Verstorbenen. Jesus ist stellvertretend für uns alle am Kreuz gestorben und auferstanden. Der heilige Geist ist unsere gemeinsame Sprache, Pfingsten, das Babel überwindet. Ich habe mich besonders über das heutige Gebete unseres Heiligen Vaters Papst Franziskus mit einer einsamen Aussetzung des allerheiligsten Sakramentes, dem sakramentalen Segen „urbi et orbi“ und den Gebeten vor der Marienikone Salus populi romani (‚Heil des römischen Volkes‘) aus S. Maria Maggiore und dem römischen Pestkreuz aus S. Marcello al Corso gefreut. Dank sei Gott, dem Vater, unser Herr ist in alle Ewigkeit. Amen.

„Same place, same time!“ translates a saying from the radio era. – This Sunday I’ll keep like the past ones. (Pastoral in the first place through phone or Skype)

Thank you for praying for me! I pray for you, especially Holy Mass. We are a big family. Every Holy Mass is celebrated for the whole Church on earth and for the deceased in the purgatory. And all angels and saints celebrate with us. The number of participants is irrelevant. The little Holy Mass at the mission station is just as effective as the most solemn Papal Mass or even the individual celebration of a priest in solitude. We pray for each other. The saints and the angels are praying for us. We pray for our deceased. Jesus died on behalf of all of us on the cross and rose again. The Holy Spirit is our common language, our Pentecost or Whitsuntide, that overcomes Babel. I was particularly delighted by today’s prayers of our Holy Father Pope Francis with a lonely exposure of the Blessed Sacrament, the sacramental blessing „urbi et orbi“ and the prayers in front of the icon of Mary Salus populi romani (‚Salvation of the Roman People‘) of S. Maria Maggiore and the roman Plague Cross of S. Marcello al Corso. Thanks be to God, the Father, our Lord forever. Amen

„Stesso posto, stessa ora!“ si traduce un detto dell’era radiofonica. – Questa domenica tenterò come quelle passate. (Assistenza spirituale preferibilmente tramite telefono o Skype)

Vi ringrazio delle Vostre preghiere per me! Prego per Voi in particolare le Santa Messa. Siamo una grande famiglia. Ogni Santa Messa è celebrata per l’intera Chiesa sulla terra e per i defunti nel purgatorio. E tutti gli angeli e i santi celebrano con noi. Il numero dei partecipanti è irrilevante. La piú piccola Santa Messa presso una stazione di missione è efficace tanto quanto la Messa solenne papale o persino la celebrazione individuale di un sacerdote nella solitudine. Preghiamo una per l’altro. I santi e gli angeli pregano per noi. Noi preghiamo per i nostri morti. Gesù in luogo di noi tutti fu morto sulla croce e risuscitato. Lo Spirito Santo è il nostro linguaggio comune, la Pentecoste, che vince Babele. Sono particolarmente edificato dalle preghiere d’oggi del nostro Santo Padre Papa Francesco con un’esposizione solitaria del Santissimo Sacramento, la benedizione sacramentale „urbi et orbi“ e le preghiere di fronte all’icona di Maria Salus populi romani („Salvezza del popolo romano“) di S. Maria Maggiore e al Croce della pesta romana di S. Marcello al Corso. Grazie a Dio, Padre, nostro Signore per sempre. Amen.

‚Eine Fest-Prozession mit dem Kreuz der Kirche des Heiligen Marcello in Rom.
Alljährlichg findet seit der großen Pest im Jahre 1522 in Rom eine Bittprozession statt, bei welcher das Kreuz von S. Marcello durch die Straßen getragen wird.‘ (C) Bundesarchiv, Bild 102-12792 / CC-BY-SA 3.0

O Crux ave spes unica! / Kreuz, Gruß Dir, einzige Hoffnung! – zum 27/03/2020

26. März 2020

Das war der Wappenspruch Bischof Franziskus Demanns, unseres vormaligen Bischofs. Er war Bischof von Osnabrück für wenige Tage im Jahre 1957. Von 1930 bis 1995 gehörte die katholische Minderheit in Hamburg, Mecklenburg und Schleswig-Holstein zum Bistum Osnabrück. Die Verehrung des Kreuzes als Hoffnungsmittel in der Not teilte Bischof Demann offensichtlich mit unserem Papst Franziskus. Der möchte am Freitag dem 27. März 2020 um 18:00 Uhr auf dem Petersplatz mit jenem Kreuz beten, dass vor 400 Jahren zum Sieg über die Pest durch Rom prozessierte.
Bischof Demann verstarb am 27. März 1957 also auf den Tag genau (!) 63 Jahre vorher als Zeuge seines Wappenspruchs unmittelbar nach der Bischofsweihe, noch vor seiner ersten Predigt, die dem Wappenspruch gewidmet gewesen wäre. Der Text der nicht gehaltene Predigt gelangte am folgenden Sonntag als Hirtenbrief zu den Gläubigen, so wie Demann es zuvor verfügt hatte. (Bilder und Text zu Demann als Bischof.)
Das Bischof Demann mit ‚Franziskus‚ denselben Vornamen trug wie der Papst heute, ist eine weitere Gemeinsamkeit. Ihr gemeinsamer Namenspatron, der heilige Franziskus, war wiederum der erste Stigmatisierte der Menschheitsgeschichte; er empfing die fünf Wundmale analog zu Jesus.

Die Strophe setzt sich fort:

hoc Passionis tempore!
piis adauge gratiam,
reisque dele crimina.

in dieser Leidenszeit!
Den Treuen mehre die Gnaden,
den Angeklagten tilge die Vergehen.

Ursprung ist der Hymnus Vexilla regis Das Königsbanner, als Übersetzung im Gotteslob Nr. 299 (Der König siegt, sein Banner glänzt). Er gehört zum Fest der Kreuzerhöhung (14. September) und zur Passionszeit, die am nächsten 5. Fasten- oder 1. Passionssonntag beginnt. Für die Vesper von Palmsonntag ist der Hymnus vorgeschrieben.

Franziskus Demann verstirbt am 27. März 1957 nach seiner Bischofsweihe vor dem Domportal von Osnabrück. Der Kirchenbote des Bistums Osnabrück veröffentlichte dazu einen Artikel.

Dazu paßte die hier verlinkte Predigt vom 2. Fastensonntag 2018.


Aktualisiert: Sonntagsmesse / Sunday Mass / Messa domenicale

20. März 2020

In der jetzigen Zeit bete ich besonders für alle, denen keine heilige Messe zugänglich ist. Da ich keine Kirche habe, feiere ich die Eucharistie an diesem Sonntag nur privat am würdigsten Ort bei mir zu Hause. Der ist inzwischen in einen eigenen Raum übergegangen. Ich habe eine Reihe sehr positiver Rückmeldungen bekommen. Deswegen setzte ich diesen kleinen Dienst, den ich Euch und Ihnen tun darf, an diesem Sonntag fort.

Wenn ich gegen 10 Uhr für etwa eine halbe Stunde an den Altar trete, könnt Ihr in Christus Jesus meine besondere Verbundenheit und Nähe zu Euch spüren, ganz gleich, wo Ihr seien werdet. Gott erhalte und + segne Euch in aller Not. Er bewahre Euch vor allem Übel.

At the present time, I am praying especially for all who don’t have Holy Mass. Since I don’t have a church, this Sunday I only celebrate the Eucharist privately at the most worthy place at home, which became a proper room by now.
When I go to the altar for about half an hour around 10 a.m., you may be assured of my special intercession and closeness to you in Christ Jesus, no matter where you’ll be staying. God preserve and + bless you in all hardship. May he keep you free from all evil.

Nel tempo presente prego soprattutto per tutti coloro che non hanno la possibilitá di partecipare alla Santa Messa. Dato che non ho una chiesa, questa domenica celebro l’Eucaristia solo privatamente nel luogo più degno di casa mia, diventata allora una stanza sua.
Quando salgo all’altare intorno alle 10 del mattino per circa mezz’ora, potete sentire la mia speciale intercessione e vicinanza a Voi in Cristo Gesù trascorrendo tutte distanze. Dio Vi protegga e + vi benedica in ogni tribulazione. Da ogni male vi conserva.

Nachtanbetung mit „nightfever“ im Mariendom, Hamburg – (c) Oliver Meik

Epidemie Covid-19: Ein ‘geistlicher Lieferdienst’? / ‘Spiritual Home-delivery’? / Un ‘servizio di consegna spirituale a domicilio’?

17. März 2020

Es lassen sich bei der Abstimmung mehrere Optionen gleichzeitig auswählen. / You can chose different options at the same time in your vote. / Si puo sceligere vari opzioni nello stesso voto.

Ich mache mir Gedanken darüber, wie wir den Menschen beistehen können, die nicht mehr auf die gewohnte Weise Sakramente und Sakramentalien in der Kirche empfangen können. Lebensmittel und Medikamente werden nach Hause geliefert. Aber unsere geistlichen Hilfsmittel? Was meint Ihr, sollten wir für die Zeit der Krise durch die Epedemie Covid-19 einen Hauslieferdienst aufbauen? Gibt es Priester, Mitarbeiter, Kommunionhelfer oder Gemeinden, die sich Beteiligen würden, sowohl motorisiert als auch bei voller Gesundheit sind und keiner Risikogruppe angehören?

Natürlich sind hauptsächlich die Pfarreien zuständig; aber könnte eine Unterstützung sinnvoll sein?
Bitte nutzt die Abstimmung und die Kommentarfunktion für Eure Vorschläge. Eine private Nachricht an mich ist über das Kontaktformular möglich.

English: I am wondering how we can be available for those, who can no longer receive sacraments and sacramentals in their Church in the usual way. Groceries and medicines are delivered to your home. But our spiritual aids? What do you think, should we set up a home delivery service for the time of the crisis through the epidemic Covid-19? Are there priests, co-workers, extraordinary ministers of communion or communities who would participate, who are motorized and in good health and do not belong to any risk group?

Certainly first of all it’s the parishes responsibility; but could additional coordination be helpful?
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Italiano: Mi chiedo come possiamo farci disponibili per coloro che non possono più ricevere sacramenti e sacramentali nelle loro Chiese al modo solito. Alimentari e medicinali vengono consegnati a casa tua. Ma i nostri aiuti spirituali? Cosa ne pensi, dovremmo istituire un servizio di consegna a domicilio per il tempo della crisi attraverso l’epidemia Covid-19? Ci sono sacerdoti, collaboratori, ministri straordinari di comunione o comunità che parteciperebbero, che sono motorizzati e in buona salute e non appartengono ad alcun gruppo a rischio?

Certo che é la responsabillitá delle parrocchie; ma una coordinazione additiva potrebbe rendersi utile?
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