O Crux ave spes unica! / Kreuz, Gruß Dir, einzige Hoffnung! – zum 27/03/2020

Das war der Wappenspruch Bischof Franziskus Demanns, unseres vormaligen Bischofs. Er war Bischof von Osnabrück für wenige Tage im Jahre 1957. Von 1930 bis 1995 gehörte die katholische Minderheit in Hamburg, Mecklenburg und Schleswig-Holstein zum Bistum Osnabrück. Die Verehrung des Kreuzes als Hoffnungsmittel in der Not teilte Bischof Demann offensichtlich mit unserem Papst Franziskus. Der möchte am Freitag dem 27. März 2020 um 18:00 Uhr auf dem Petersplatz mit jenem Kreuz beten, dass vor 400 Jahren zum Sieg über die Pest durch Rom prozessierte.
Bischof Demann verstarb am 27. März 1957 also auf den Tag genau (!) 63 Jahre vorher als Zeuge seines Wappenspruchs unmittelbar nach der Bischofsweihe, noch vor seiner ersten Predigt, die dem Wappenspruch gewidmet gewesen wäre. Der Text der nicht gehaltene Predigt gelangte am folgenden Sonntag als Hirtenbrief zu den Gläubigen, so wie Demann es zuvor verfügt hatte. (Bilder und Text zu Demann als Bischof.)
Das Bischof Demann mit ‚Franziskus‚ denselben Vornamen trug wie der Papst heute, ist eine weitere Gemeinsamkeit. Ihr gemeinsamer Namenspatron, der heilige Franziskus, war wiederum der erste Stigmatisierte der Menschheitsgeschichte; er empfing die fünf Wundmale analog zu Jesus.

Die Strophe setzt sich fort:

hoc Passionis tempore!
piis adauge gratiam,
reisque dele crimina.

in dieser Leidenszeit!
Den Treuen mehre die Gnaden,
den Angeklagten tilge die Vergehen.

Ursprung ist der Hymnus Vexilla regis Das Königsbanner, als Übersetzung im Gotteslob Nr. 299 (Der König siegt, sein Banner glänzt). Er gehört zum Fest der Kreuzerhöhung (14. September) und zur Passionszeit, die am nächsten 5. Fasten- oder 1. Passionssonntag beginnt. Für die Vesper von Palmsonntag ist der Hymnus vorgeschrieben.

Franziskus Demann verstirbt am 27. März 1957 nach seiner Bischofsweihe vor dem Domportal von Osnabrück. Der Kirchenbote des Bistums Osnabrück veröffentlichte dazu einen Artikel.

Dazu paßte die hier verlinkte Predigt vom 2. Fastensonntag 2018.

2. Adventssonntag – Maria Empfängnis / Immaculata – 08/12/2019

Lesejahr A. Mitschnitt aus der Heiligen Messe in der Pfarrkirche St. Joseph zu Parchim:

Etwas anders akzentuiert, vielleicht vollständiger, jedenfalls länger 🙂 der Mitschnitt ‚derselben Predigt‘ aus der Heiligen Messe in St. Edith Stein zu Hamburg-Neuallermöhe:

Der ‚fehlende‘ Text im Anschluss an die zweite Lesung:

An anderer Stelle heißt es: Ihr Heiden, freut euch mit seinem Volk! / Und es heißt auch: Lobt den Herrn, alle Heiden, preisen sollen ihn alle Völker! / Und Jesaja sagt: Kommen wird der Spross aus der Wurzel Isis; er wird sich erheben, um über die Heiden zu herrschen. Auf ihn werden die Heiden hoffen. / Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und mit allem Frieden im Glauben, damit ihr reich werdet an Hoffnung in der Kraft des Heiligen Geistes.

Der Brief des Apostels Paulus an die Römer 15, 10-13.
(c) Oliver Meik – Zur Predigt in Parchim, der dortige Kirchenpatron St. Joseph, ein aufrichtiger Mann und Arbeiter.

Die Treue der Beter – die Orden und die Reformation in Mecklenburg

Reformatorische Lehren tauchten in Mecklenburg schon vor 1520 auf, zuerst in den Seestädten. Am längsten widersetzten sich die Dominikaner der Reformation, in Rostock bis 1571, in Wismar bis 1554. Bei der großen Kirchenvisitation 1541/42 waren von 204 Dorfpfarren noch 63 katholisch, besonders solche in der Nachbarschaft von Domstiften oder Klöstern. Ab 152 wurden die Mönchs-Feldklöster aufgehoben. Das älteste und ehrwürdigste Kloster, die Zisterzienserabtei Doberan war schon längst im Verfall. Die noch in Blüte stehende Kartause Marienehe bei Rostock mußte mit Waffengewalt genommen werden. […] Am hartnäckigsten und widerspenstigsten waren die Nonnen, besonders in Dobbertin. Sie erklärten, sie wollten lieber „vor einem Schwert sitzen gehen“ als evangelisch werden. Sie warfen sich vor einem Marienbild nieder und verlangten ein Wunder. Es trat jedoch nicht ein. Dennoch ließen sich die Nonnen nicht einmal vom Herzog persönlich bekehren. Nach 1557 waren sogar noch sechs neue Schwestern eingetreten. Als sie mit Gewalt aus Dobbertin ausgewiesen wurden, wehrten sie sich mit Stöcken und Steinen. ‚Wenn ich euch alle dem Teufel in den Rachen werfen könnte, wollt ich’s nicht lassen!‘ rief die Nonne Ingeborg Hagenow.“

Chronik des Bischöflichen Kommissariats Schwerin. 1946 bis 1973. Hg. vom Heinrich-Theissing-Institut. Schwerin 2003.

Wer betet, der bleibt. Gebetszentren stärken die Gläubigen. Hab keine Angst vor Deiner ohnmächtigen Schwäche. Heute arbeiten die Konfessionen am gemeinsamen christlichen Zeugnis. Die Frage der Beter aber bleibt: Laien, Priester, Ordensleute: Wo und wie wollt Ihr Euch heute sammeln und Eure katholische Identität im Gebet stärken?

Einen ganz herzlichen Dank allen Dominikanern, Kartäusern, Stiften, Nonnen und Pfarrern für ihr Zeugnis. Wir brauchen Euch. Und mehr von Euch. Sende, Herr, Beter in Deinen Weinstock, Menschen der Lebens- und Liebeshingabe. Amen.

(c) Oliver Meik – Die Kartause von Capri. Capri Charterhouse. September 2019.

Requiem zur Beisetzung von Prälat Dieter Timmermann† – 11/01/2014

Ausnahmsweise gibt es keinen Mitschnitt, sondern die Ausarbeitung der Predigt zum Nachlesen: Text (pdf) der Predigt im Requiem für Prälat Timmermann† in St. Knud zu Friedrichstadt. – Herzlich danke ich allen, die mitgefeiert, mitgebetet oder mitgeholfen haben. R. I. P., lieber Dieter.

33. Sonntag im Jahreskreis – 17/11/2013

Lesejahr C. Mitschnitt aus dem Hochamt in Christus König zu Husum: .

Christkönigssonntag – 22/11/2009

Lesejahr B, Mitschnitt aus dem Hochamt in Glinde, Zu den Hll. Engeln.

Zu zwei 55. Priesterjubiläen – 10/10/2009

Heute morgen ist mir ein besonderes Glück zu Teil geworden. Ich durfte mit zwei Priestern konzelbrieren, die ihr 55. Weihejubiläum begingen. Nach der Hl. Messe fragte ich Sie, was ich den tun müsse, um auch einmal meinen 55. Weihetag feiern zu können. „Fleiß“ antwortete der eine mit einem fröhlichen Lächeln.

Die Antwort traf mich überraschend. Er sagte